Alzheimer-Wirkstoff EVT 301
Rückschlag für Evotec

Das Biotechunternehmen Evotec ist mit der klinischen Entwicklung eines seiner Wirkstoffe gescheitert.

rtr FRANKFURT. Die Substanz EVT 301 zur Behandlung von Alzheimer werde nach dem Auftauchen von Nebenwirkungen in der frühen klinischen Phase-1 nicht weiterentwickelt, teilte Evotec am Mittwochabend mit. In der Gruppe der älteren Probanden seien in einigen Fällen erhöhte Leberwerte festgestellt worden. „Obwohl die Fortsetzung des EVT 301-Programms sicher wünschenswert gewesen wäre, ist es besser, das Investment in dieses Programm nun in diesem frühen Forschungsstadium stoppen zu müssen, als erst nach hohen Investitionen in spätere klinische Studien“, sagte Vorstandschef Jörn Aldag zu der Entscheidung. Die über die nächsten zwei bis drei Jahre frei werdenden Forschungsgelder in Höhe von 20 Mill. Euro sollen in andere Entwicklungsprogramme investiert werden.

Evotec hatte die Rechte an dem Wirkstoff von Roche erworben und wollte Ende des Jahres mit einer Phase-II-Studie beginnen. Drei Testphasen am Menschen sind erforderlich, bevor eine Zulassung beantragt werden kann.

Neben EVT 301 hat Evotec zwei weitere Wirkstoffe in der klinischen Entwicklung, für die das Unternehmen die weltweiten Rechte ebenfalls von Roche übernommen hatte. Dazu gehören EVT 101 zur Behandlung von Alzheimer und Schmerzen sowie EVT 201 zur Behandlung von Schlafstörungen. „Die Entwicklung unserer übrigen Produktpipeline schreitet insgesamt gut voran. EVT 201 und EVT 101 liegen hinsichtlich des Erreichens ihrer klinischen Meilensteine im Plan“, betonte Aldag.

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