American-Airlines-Mutter
AMR steckt weiter in den roten Zahlen fest

Die Fluggesellschaft AMR kommt mit den hohen Spritpreisen und den Währungsschwankungen offenbar nicht zurecht. Bereits seit mehreren Quartalen steckt der Konzern in den roten Zahlen.
  • 0

New YorkHohe Spritpreise und Währungsschwankungen machen der American-Airlines-Mutter AMR weiter zu schaffen. Die drittgrößte US-Fluggesellschaft verzeichnete nach Angaben vom Mittwoch im dritten Quartal einen Verlust von 162 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte sie nach langer Durststrecke noch 143 Millionen Dollar verdient. Damit kommt die Nummer drei der Branche nach United Continental und Delta nicht aus den roten Zahlen heraus, in denen der Konzern bereits seit mehreren Quartalen steckt. Der Umsatz lag bei 6,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet.

Konzernhef Gerard Arpey sprach am Mittwoch von einem „herausfordernden Quartal“ und kündigte an, die Modernisierung der Flotte zu beschleunigen. Viele der mehr als 900 Maschinen sind in die Jahre gekommen. So fliegt American Airlines noch die längst eingestellten Boeing MD-80, die im Schnitt 20 Jahre auf dem Buckel haben und 35 Prozent mehr Sprit als moderne Flieger verbrauchen.

Die Oldtimer sollen nach und nach durch moderne Boeing 737 und Airbus A320 ersetzt werden. Dazu hatte American Airlines unlängst die größte Flugzeug-Bestellung der Geschichte aufgegeben mit alleine 460 fest georderten Maschinen zum Listenpreis von 40 Milliarden Dollar (33 Mrd Euro), wobei allerdings satte Rabatte üblich sind.

American Airlines steuert den hohen Spritkosten zudem mit einem Ausbau der Kooperationen und bei den Ticketpreisen entgegen. Der Umsatz stieg zuletzt um 9,1 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. In den kommenden Tagen veröffentlichen weitere US-Fluggesellschaften ihre Zwischenbilanzen.

Anleger straften die AMR-Aktie ab. Sie büßte an der Wall Street fünf Prozent ein. Analystin Helane Becker von Dahlman Rose sagte: „So ist die American und das ist enttäuschend, sie müssten schlicht besser klarkommen.“ Es wird erwartet, dass AMR die einzige große Fluggesellschaft ist, die einen Verlust im abgelaufenen Quartal einflog.

Anfang des Monats sorgten Insolvenz-Gerüchte für Furore. Zunächst fanden diese Spekulationen jedoch keinen Nährboden. Bereits 2003 war AMR nur knapp an einem Bankrott vorbeigeschrammt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " American-Airlines-Mutter: AMR steckt weiter in den roten Zahlen fest"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%