Amerika-Geschäft
Thyssen-Krupp will Werke getrennt verkaufen

Der Mischkonzern Thyssen-Krupp wird seine Verluste schreibenden Stahlwerke in Brasilien und den USA wohl getrennt verkaufen. Den genauen Zeitpunkt lässt Unternehmenschef Heinrich Hiesinger allerdings offen.
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Düsseldorf "Wahrscheinlich brauchen wir sogar zwei unterschiedliche Käufer, jeweils einen für jedes Werk", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger in einem Interview der "Welt am Sonntag". Die Werke funktionierten einzeln ganz gut, der in Brasilien hergestellte Stahl sei aber nicht billig genug für die Weiterverarbeitung in den USA. Nach der Kostenexplosion bei den neuen Werken hatte Hiesinger im Mai die Notbremse gezogen. Thyssen-Krupp suche einen Partner oder Käufer für die Anlagen, hatte Hiesinger damals angekündigt. "Wir werden diese Stahlwerke verkaufen", legte er sich nun in dem Interview fest.
Thyssen-Krupp werde dann genügend Geld für andere Geschäfte haben. Der Konzern steht mit 5,8 Milliarden Euro in der Kreide. Der ehemalige Siemens -Manager will das Technologiegeschäft stärken, in dem Thyssen-Krupp unter anderem Aufzügen, Chemieanlagen oder U-Boote herstellt. Die Kosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA waren unter Hiesingers Vorgänger Ekkehard Schulz auf zwölf Milliarden Euro explodiert.

Bei einem Verkauf will Hiesinger nach eigenen Angaben mindestens die Summe für die Anlagen erzielen, die nach den Milliardenabschreibungen noch in den Büchern steht. "Wir wollen mindestens den Wert haben, den wir heute noch in den Büchern haben. Das sind ungefähr sieben Milliarden Euro", sagte der Manager in dem Interview. Vertreter von Banken und Analysten haben Zweifel daran angemeldet. Sie beziffern den Wert auf drei bis vier Milliarden Euro und rechnen mit weiteren Abschreibungen. Thyssen-Krupp wird bei dem Verkauf von Goldman Sachs und Morgan Stanley beraten.

Als Käufer für das Werk in Brasilien komme unter anderem der dortige Partner Vale in Frage, hatte Hiesinger im Mai gesagt. Die Brasilianer halten bereits rund 27 Prozent der Anteile. Auch asiatische Stahlhersteller könnten bei den Werken zum Zuge kommen. Vertreter von Banken rechnen damit, dass neben Vale Weltmarktführer Arcelor-Mittal, der Konkurrent U.S.Steel sowie der südkoreanische Stahlhersteller Posco Angebote vorlegen könnten. Posco hatte im Juni erklärt, eine Beteiligung an dem brasilianischen Werk zu prüfen. Den beiden größten chinesischen Stahlkochern, Hebei und Baosteel wird ebenfalls ein Interesse nachgesagt. Auch Finanzinvestoren könnten ein Auge auf die Werke werfen, sagen Analysten. Diese würden aber wohl nur zusammen mit strategischen Partnern ein Angebot vorlegen.

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Der Zeitpunkt bleibt offen

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  • Hallo finde es sehr stark, das Thyssenn Millarden verballert in ein Sumpfgebiet, und der Standort Duisburg muß bluten. Der Deutsche Markt, bring wohl nicht genug Profit, aber sehr gute Qualität.
    Stahlarbeiter HKM wurde Zeit das Thyssen ein auf die Nase bekommt, Schade nur das der Vorstand bleibt, Mitarbeietr hätten schon eine Abmahnung und Kündigung ohne Millionen Abpfindung. Vorstand entlassen mit Schadensersatzforderung

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