Amerika-Offensive
VW wird Sponsor des New Yorker Moma

In den USA hegt VW besonders ehrgeizige Wachstumspläne. Die Wolfsburger unterstützen das Museum of Modern Art mit mehreren Millionen Dollar.
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New YorkDer VW-Konzern wird im Rahmen seiner Offensive auf dem amerikanischen Markt das Museum of Modern Art (Moma) in New York als Sponsor mit mehreren Millionen Dollar unterstützen. Der Autobauer schmückt sich damit zum Auftakt seiner ambitionierten und großangelegten Amerika-Initiative mit einem der berühmtesten Namen der Kulturszene weltweit. „Wir sind beides Weltmarken“, erklärte VW-Chef Martin Winterkorn bei der Vorstellung der Partnerschaft in New York.

VW wird am Dienstag seine neue Fabrik in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee eröffnet. Das Unternehmen hat große Pläne, investiert dort mehr als eine Milliarde Dollar und will Marktanteile in den USA gewinnen. Bis 2018 will VW der weltgrößte Autohersteller werden. Wer das erreichen wolle, „muss in den USA vertreten sein“, erklärte Winterkorn. „Wir wollen die Menschen und die Kultur besser verstehen“, begründete er das Kultur-Engagement. In Chattanooga sollen insgesamt mehr als 2000 Arbeitsplätze im VW-Werk direkt entstehen, außerdem 9500 Arbeitsplätze bei Zulieferern.

Das Sponsoring für das Moma ist über zwei Jahre angelegt. Wie viele Millionen genau VW in das Projekt steckt, wollten beide Partner nicht verraten. Mit dem Geld will das weltbekannte Museum neue Projekte anstoßen. So plant Kurator Klaus Biesenbach - ein Deutscher - eine ambitionierte Ausstellung mit neuer Kunst aus aller Welt. Außerdem schafft das Museum zwei neue Kunstwerke an, steckt Geld in einen Skulpturengarten und baut sein erst vergangenes Jahr gestartetes Online-Bildungsprogramm aus.

Die Volkswagen-Spitze ist mit großem Gefolge in Amerika angereist. Neben VW-Chef Winterkorn war auch Finanzchef Hans Dieter Pötsch bei der Sponsor-Präsentation dabei. Die Vorstände des Unternehmens fuhren anschließend Modelle des VW Passat, des Jetta und des New Beetle zur Probe durch die Straßen von New York. Das Unternehmen will sich in Amerika als nachhaltig und umweltfreundlich präsentieren.

Volkswagen schenkt dem Museum zum Auftakt der Partnerschaft die zwei Videokunstwerke „Tornado“ und „Mirage“ des Belgiers Francis Alÿs. „Diese Partnerschaft ermöglicht es dem MoMA und dem MoMA PS1, langfristige Ziele sowie ehrgeizige Ausstellungen und Projekte zu realisieren“, sagte Museumsdirektor Lowry. Er hat eine ganz besondere Beziehung zu VW und besonders zu dem Ur-Käfer - seinem ersten Auto, wie er erzählte. „Es überlebte gerade mal 24 Stunden, bevor ich einen Unfall gebaut habe. Ich habe mir einen neuen gekauft und der hielt zehn Jahre.“

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