Amoklauf von Parkland Unternehmen brechen mit der US-Waffenlobby NRA

Nach dem Schulmassaker in Florida gerät die US-Waffenlobby weiter in Bedrängnis: Mehrere Unternehmen kündigen Kooperationen mit der NRA.
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NRA: Unternehmen brechen mit der US-Waffenlobby  Quelle: Reuters
Waffenlobby

Einige Unterstützer haben sich von der NRA distanziert.

(Foto: Reuters)

LincolnNach dem Amoklauf von Parkland steigt der Druck auf die US-Waffenlobby – und ihre Unterstützer: Nachdem die amerikanische Website Think Progress eine Liste von Unternehmen veröffentlicht hatte, die die NRA fördern, haben zwei von ihnen kurzerhand angekündigt, ihre Unterstützung einzustellen.

So will die in Nebraska ansässige First National Bank of Omaha den Vertrag für NRA-Visa-Cards auslaufen lassen. „Das Feedback unserer Kunden hat uns dazu gebracht, unsere Beziehung zur NRA zu überdenken“, sagte Sprecher Kevin Langin. Zum Termin des Ende des Vertrages sowie zu den konkreten Inhalten der Rückmeldungen wollte er sich jedoch nicht äußern.

Laut Think Progress bot das Geldhaus den Mitgliedern der Waffenorganisation zwei Visa-Karten mit einem Bonus von jeweils 40 US-Dollar an und bewarb die Gutschrift mit den Worten „genug, um die einjährige NRA-Mitgliedschaft zu finanzieren“.

Doch am Donnerstag entfernte die Bank die Werbung von ihrer Website. Eine zwischengespeicherte Version des Online-Auftritts bezeichnete die Karte laut der Nachrichtenagentur Associated Press als die „offizielle Kreditkarte der NRA“.

Matt Schulz, Analyst beim Fachportal CreditCards.com ist der Ansicht, dass die Entscheidung große Risiken für die Bank birgt. „Viele werden den Schritt zwar begrüßen, aber die Mitglieder der NRA sind bekanntlich loyal und die Organisation hat sich darin bewiesen, ihre Mitglieder zu mobilisieren.“

Neben dem Geldhaus legte auch die Autovermietungen Enterprise ihre Beziehung zur US-Waffenlobby nach Veröffentlichung der Liste überraschend auf Eis: Die drei Marken des Unternehmens, Enterprise, Alamo und National Car Rental werden NRA-Mitgliedern ab dem 26. März keine Rabatte mehr gewähren.

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock mahnte Waffenproduzenten, ihre Firmenpolitik zu überdenken. Man werde Waffenhersteller und -Händler kontaktieren, „um zu erfahren, wie sie auf die Erwartungen der Gesellschaft an sich reagieren“, erklärte ein Sprecher. Blackrock ist der größte Anteilseigner an den Waffenschmieden Sturm Ruger & Company und American Outdoor Brands.

Zu den NRA-Unterstützer zählen weiterhin der Paketdienst FedEx, der Mitgliedern vergünstigte Tarife anbietet, der Entwickler von Antiviren-Software, Symantec und die Autovermietungen Hertz und Avis.

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3 Kommentare zu "Amoklauf von Parkland: Unternehmen brechen mit der US-Waffenlobby NRA"

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  • man muss keine Produkte von Firmen kaufen, die sich von selbsternannten Bessermenschen bei jeder Gelegenheit moralisch erpressen lassen

  • Vielleicht bewirkt der Aufstand der Jungen in den USA doch etwas. Dann gäbe es ja noch Hoffnung, auch wenn es sicher noch lange dauert und schwierig wird. Wenn aber der Waffenlobby das große Geld ausgeht und sie keine Politiker mehr kaufen können, bekommen sie auch bald keine Unterstützung mehr von denen.

  • so so - Symantec unterstützt die NRA - merk ich mir...

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