Analyse zur Auftragslage
Die Zweiteilung des Maschinenbaus

Während das Auslandsgeschäft mit China schwächelt, verzeichnet der Maschinenbau im Euroraum und in den USA deutliche Zuwächse. Noch bleibt Deutschlands Vorzeigebranche gelassen. Allerdings drohen ihr unruhige Zeiten.

DüsseldorfDie jüngsten Zahlen dürften die Skeptiker noch einmal bestätigen: Minus 18 Prozent bei neuen Bestellungen aus dem Ausland im September. Das sieht auf den ersten Blick wie ein schrilles Alarmsignal für den deutschen Maschinenbau aus. Es ist vor allem die Zurückhaltung der chinesischen Kunden, die zu dem massiven Einbruch geführt hat. Gleichwohl übt sich die Branche in Gelassenheit – und das zu Recht.

Denn zum einen nivelliert sich der Rückgang im wichtigen Auslandsgeschäft, je länger der Zeitraum betrachtet wird. So verbleibt auf Drei-Monats-Basis nur noch ein Minus von sechs Prozent. Auf der anderen Seite stehen aber Zuwächse im Euroraum, bei deutschen Kunden aber auch aus den Vereinigten Staaten, dem inzwischen wichtigsten Auslandsmarkt der deutschen Vorzeigebranche.

Der deutsche Maschinenbau erlebt derzeit eine klassische Zweiteilung. Viele Sparten, die sich im grundstoffnahen Bereich tummeln, haben mit deutlichen Orderrückgängen zu kämpfen: Die Hersteller von Stahl- und Walzwerken zum Beispiel. Oder Unternehmen, die Bergbaumaschinen produzieren oder Großanlagen für die Chemieindustrie. Sie verzeichnen derzeit Rückgänge von bis zu 20 Prozent.

Damit spiegelt sich die Weltkonjunktur auch bei den Ausrüstern wider. Denn einbrechende Rohstoffpreise bei Kohle, Erzen aber auch Öl und Gas haben die Investitionen der Bergbau- und Ölkonzerne deutlich schrumpfen lassen.

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