Analysten befürchten Ergebnisrückgang ab 2007
Porsche droht Einbruch beim Gewinn

Europas profitabelster Autohersteller, die Sportwagenschmiede Porsche, muss sich in wenigen Jahren auf einen deutlichen Gewinnrückgang einstellen. Das Unternehmen, das mit dem Verkauf seines neuen Sportwagens 911 im Juli beginnt, habe seine Erträge bisher vor allem aus Profiten aus Währungssicherungsgeschäften erzielt, die in zwei Jahren auslaufen, urteilten die Großbanken Goldman Sachs und Credit Suisse First Boston (CSFB) übereinstimmend im Anschluss an ein Porsche-Analystentreffen in ihren jüngsten Berichten.

hz FRANKFURT/M. Der Porsche-Gewinn werde deshalb nach 2006 „dramatisch einbrechen“, warnte Max Warburton, Auto-Analyst von Goldman Sachs, der das Rating der Aktie auf „Underperform“ reduzierte. CSFB-Experte Harald Hendrikse rechnet damit, dass die Schwäche des Dollars gegenüber dem Euro ab 2007 den Gewinn von Porsche vor Steuern und Zinsen um rund 200 Mill. Euro abschmelzen lassen werde. Die Börse reagierte konsterniert: Die Papiere der Stuttgarter fielen zeitweise um mehr als 2,4 Prozent. Ein Porsche- Sprecher wies den Schluss der Studien jedoch als absolut falsch zurück. Wesentliche Grundannahmen der Analysen seien nicht korrekt. So tätige Porsche keine spekulativen Währungsgeschäfte.

Die pessimistische Einschätzung der beiden Bankhäuser steht in deutlichem Kontrast zu den jüngsten Äußerungen von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der noch vor einer Woche angesichts neuer Modellvarianten ein Umsatzwachstum für die nächsten Jahre in Aussicht stellte. Nach dem 911 will Porsche im laufenden Jahr auch noch eine neue Version des Einsteigermodells Boxster vorstellen.

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