Analysten begrüßten Ausstiegspläne
RWE berät am Freitag über Wassersparte

Der Essener Energiekonzern RWE wird die geplante Abspaltung der Wassersparte offenbar bereits Ende dieser Woche beschließen.

DÜSSELDORF. Der Aufsichtsrat solle am kommenden Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Konzernchef Harry Roels könne auf eine breite Unterstützung für seine Pläne in dem Gremium hoffen. Sowohl Vertreter der Eigentümer als auch der Arbeitnehmervertreter hätten ihre Unterstützung signalisiert. Offiziell wollte sich RWE nicht äußern.

Roels will nach bisher unbestätigten Informationen aus Unternehmenskreisen das Wassergeschäft in eine eigenständige Aktiengesellschaft ausgliedern und mittelfristig abgeben. Als eine Option prüft er dabei, zunächst eine Minderheitsbeteiligung an die Börse zu bringen. Der Vorstandschef will RWE wieder auf das Geschäft mit Strom und Gas konzentrieren. Die Abspaltung des renditeschwachen und kapitalintensiven Wassergeschäfts soll Freiräume für Zukäufe im Kerngeschäft schaffen. RWE war erst vor fünf Jahren im großen Stil ins Wassergeschäft eingestiegen und hatte die Versorger Thames Water in Großbritannien und American Waterworks für über zehn Mrd. Euro übernommen.

Analysten haben die Ausstiegspläne begrüßt. Die Wassersparte habe wenige Synergien mit dem Energiegeschäft, urteilt etwa die Deutsche Bank. Außerdem könne die RWE-Aktie durch eine Abspaltung des Wassergeschäfts profitieren, weil die Wasseraktivitäten offenbar derzeit unterbewertet seien.

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