Analysten bezeichnen Kursverluste der betroffenen Unternehmen als Überreaktion: Pentagon schießt „Comanche“ ab

Analysten bezeichnen Kursverluste der betroffenen Unternehmen als Überreaktion
Pentagon schießt „Comanche“ ab

20 Jahre lang haben US-Firmen an der Entwicklung des neuen Heereshubschraubers „Comanche“ gearbeitet - umsonst. Das US-Verteidigungsministerium hat sein 36-Milliarden-Dollar-Programm zur Beschaffung der Fluggeräte gestrichen. Ein schwerer Schlag vor allem für Boeing, sagen Branchenkenner. Analysten halten dagegen die Auswirkungen auf den Gewinn der betroffenen Firmen für gering.

HB WASHINGTON/NEW YORK. Der Bau des bewaffneten Aufklärungs- und Angriffshelikopters sei zu kostspielig, und die dafür vorgesehenen Gelder könnten besser zur Modernisierung und Anschaffung anderer militärischer Flugsysteme verwendet werden, teilte der amtierende Heeresminister Les Brownlee am Montag mit. Das Comanche-Programm habe sich bei einer Überprüfung als nicht zeitgemäß herausgestellt. Bei Boeing reagierte man mit Unverständnis auf die Entscheidung.

Brownlee sagte, es sei wichtig, dass die Mittel, die im Budget 2005 und anschließend für das Hubschrauber-Programm vorgesehen waren, bei der Luftwaffe bleiben. Für Dientagnachmittag (Ortszeit) sei eine Presseerklärung vorgesehen, sagte Brownlee weiter.

Die Einstellung des Programms bedeutet einen schweren Schlag für das Unternehmen Boeing, das zusammen mit der United-Technologies-Tochter Sikorsky Aircraft Corp. mit der Produktion beauftragt war. Mit der Produktion der ersten von insgesamt 650 jeweils 60 Millionen (rund 48 Millionen Euro) teuren Maschinen sollte im Jahr 2006 begonnen werden.

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