Analysten bezweifeln Interesse der Stuttgarter
Daimler denkt an Allianz mit VW

VW hat in den vergangenen Jahren Daimler-Chrysler mehrfach eine Beteiligung am VW-Konzern angeboten. Daimler-Chef Jürgen Schrempp habe die Wolfsburger abblitzen lassen, sagen die einen. Er habe die Entscheidung Zetsche überlassen, berichten die anderen. Vom Tisch ist das Thema offenbar noch nicht: Daimler-Chrysler soll angeblich weiter mit einem Engagement bei Europas größtem Autobauer liebäugeln.

HB STUTTGART. Volkswagen hat in den vergangenen Jahren dem Stuttgarter Wettbewerber Daimler-Chrysler mehrfach eine Beteiligung am VW-Konzern angeboten. Diese Angebote seien aber nie konkret verhandelt worden, sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher am Freitag. Aus dem Umfeld von Daimler-Chrysler hieß es, Konzernchef Jürgen Schrempp habe Bedenken gegen eine VW-Beteiligung gehabt und dieses Thema schließlich nicht weiterverfolgt.

Zu einem Pressebericht, dass Daimler-Chrysler auch nach dem Einstieg von Porsche weiter Interesse an einem Engagement in Wolfsburg habe, wollte der Sprecher keine Stellung nehmen. Er erklärte lediglich, derzeit würden noch Gespräche mit VW über eine Kooperation bei Transportern und Minivans geführt. Auch in Wolfsburg lehnte man einen Kommentar ab. „Zu solchen Spekulationen nehmen wir nicht Stellung“, sagte ein VW-Sprecher.

Ein Mitglied des Aufsichtsrats von Daimler-Chrysler schloss eine Beteiligung an Volkswagen strikt aus. Es gebe immer wieder Überlegungen, die bestehende Zusammenarbeit im Transporterbereich auszubauen. „Aber eine finanzielle Beteiligung direkt oder überkreuz - das ist Schmarrn“, sagte das Aufsichtsratsmitglied.

Zuvor hatte das Magazin „Focus“ über einen möglichen Einstieg von Daimler-Chrysler bei VW berichtet. Trotz des Porsche-Einstiegs interessiere sich der deutsch-amerikanische Autokonzern weiterhin für eine Beteiligung an den Wolfsburgern. Daimler-Chrysler dürfte demnach nun allerdings ein deutlich geringeres Engagement erwägen als ursprünglich geplant. Bei VW zeige man sich gesprächsbereit. Würde es wirklich dazu kommen, entstünde kurze Zeit nach dem Tod der Deutschland AG eine Art Deutsche Auto AG.

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