Analysten erwarten nun die Anhebung der Geschäftsziele durch Henkel
Dial-Übernahme durch Henkel perfekt

Der Düsseldorfer Konsumgüter- und Waschmittelproduzent Henkel kann die amerikanische Dial Corporation komplett übernehmen. Die Aktionäre des US-Unternehmens hätten dem Verkauf zugestimmt, teilte Henkel am Mittwochabend mit. Damit ist die milliardenschwere Übernahme des US-Konsumgüterherstellers durch den deutschen Konkurrenten perfekt.

HB DÜSSELDORF. Die Dial-Hauptversammlung billigte am Mittwoch in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona das Übernahmeangebot des Düsseldorfer Konzerns. Die Entscheidung sei mit einer Stimmenmehrheit von 63,6 % erfolgt. Diese Zahl resultiere aber auch daraus, dass nur knapp 65 % des Kapitals bei dem Treffen vertreten gewesen sei, hieß es. Henkel werde alle ausgegebenen Dial-Aktien erwerben. „Mit dieser Entscheidung der Aktionäre ist der entscheidende Schritt zu einem erfolgreichen Abschluss der Transaktion getan“, erklärte Henkel-Chef Ulrich Lehner. Die Transaktion solle am 29. März 2004 abgeschlossen werden, teilte Henkel weiter mit. Die Kartellbehörden hatten keine Einwände gegen die Übernahme erhoben.

Mit der 2,9 Mrd. Dollar teuren Transaktion will der durch Marken wie Pritt und Persil bekannte Henkel-Konzern seine Position auf dem US-Markt nachhaltig stärken und dort dem Konkurrenten Procter & Gamble die Stirn bieten. Dial mit Sitz in Arizona stellt unter anderem Seifen, Duschgele sowie Waschmittel her. Dial erzielte im Geschäftsjahr 2003 mit 2 900 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,34 Mrd. Dollar und ein betriebliches Ergebnis (EBIT) von 241 Mill. Dollar. Henkel hatte den Dial-Aktionären 28,75 Dollar je Anteilsschein geboten.

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hatte bereits angekündigt, 2004 seinen Gewinn durch Einsparungen und ein florierendes Auslandsgeschäft deutlich steigern zu wollen. Das Ergebnis je Aktie solle um knapp zehn Prozent zulegen. Auch unter dem Strich will der durch Marken wie Persil oder Pritt bekannte Konzern mehr verdienen: Beim Jahresüberschuss erwarte der Konzern ebenfalls eine Steigerung von knapp zehn Prozent. Mit der Integration von Dial kann Henkel Analysten zufolge seine Ziele für 2004 möglicherweise erneut anheben. Lehner hatte sich dazu bei der Bilanzvorlage im Februar noch nicht äußern wollen. Er hatte aber angekündigt, Henkel erwarte keine wesentlichen Kosten durch die Eingliederung des US-Zukaufs. Details zu den Plänen des Konsumgüterkonzerns mit Dial werden bei der Vorlage der Quartalszahlen am 5. Mai erwartet.

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