Analysten glauben an Fusion Sanovi mit Aventis
Französische Regierung bremst Novartis aus

Eine Fusion zwischen dem deutsch-französischen Pharmakonzern Aventis und dem Schweizer Pharma-Multi Novartis wird zunehmend unwahrscheinlich. Grund ist der Widerstand der französischen Regierung gegen den Zusammenschluss.

HB ZÜRICH. Auch Pharmaanalysten in London, Paris und Zürich rechnen laut einer Reuters-Umfrage vom Mittwoch überwiegend nicht damit, dass die Schweizer eine formelle Offerte für den französischen Marktführer vorlegen werden, der sich gegen einen feindlichen Übernahmeversuch den kleineren französischen Konkurrenten Sanofi-Synthelabo zur Wehr setzt. Nach Ansicht einer Mehrheit der 15 befragten Analysten wird Sanofi zwar einen höheren Preis zahlen müssen als geplant, am Ende Aventis aber doch schlucken.

Die entscheidende Karte im Spiel ist die französische Regierung. Und dort artikuliert das Umfeld von Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin das offizielle Unbehagen gegenüber Novartis. Der Ministerpräsident habe die nationalen und strategischen Interessen Frankreichs sehr genau im Auge, hiess es am Mittwoch aus der Umgebung Raffarins. Und ein anderer Vertreter der Regierung wurde in „Le Monde“ mit der Aussage zitiert: „Wir betrachten das Novartis-Angebot als feindlich. Wir lassen uns von den Schweizern doch nicht etwas wegschnappen, das wir jahrelang aufgebaut haben“. Frankreich wolle einen starken nationalen Pharmakonzern.

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