Analysten halten Verkauf für sinnvoll
Matsushita könnte LCD-Werke von LG Philips übernehmen

Der Elektronikkonzern Philips hat nach Informationen von Merrill Lynch diversen Unternehmen und Private-Equity-Gesellschaften ihren Anteil von 33 Prozent am Flachbildschirm-Hersteller LG.Philips LCD angeboten.

HB DÜSSELDORF. Auch Matsushita Electric Industrial habe ein entsprechendes Angebot erhalten, geht aus einem Schreiben des Investmenthauses an seine Kunden hervor. Matsushita ist der weltgrößte Hersteller von Unterhaltungselektronik. Der Anteil an dem Joint Venture zur Herstellung von Flüssigkristall-Bildschirmen habe einen Wert von rund fünf Mrd. Dollar, heißt es. Philips hatte erst Anfang August anlässlich des Verkaufs der Halbleitersparte bekräftigt, sich auch aus dem Joint Venture verabschieden zu wollen.

Nach Meinung von Merrill-Analyst Daniel Kim wäre ein solcher Verkauf an Matsushita sinnvoll, vor allem wäre er positiv für LG.Philips LCD. Keines der beteiligten Unternehmen wollte einen Kommentar abgeben.

Matsushita ist mit über 30 Prozent Weltmarktführer bei Plasma-TV-Geräten und -Bildschirmen. Im Bereich LCD-Bildschirme besteht zwar noch Nachholbedarf, räumt ein Sprecher ein, er verweist aber auch darauf, dass Matsushita erst im Mai zusammen mit Hitachi und Toshiba ein Werk für LCD-Bildschirme in Japan eröffnet hat. Das Werk produziert im Moment 1,6 Millionen LCD-Panels im Jahr. Der Ausbau des Joint Ventures IPS-Alpha Technology auf 2,5 Mill. LCD-Panels bis April 2007 und darüber hinaus auf fünf Millionen Stück ist schon geplant.

Generell ist der Markt für LCD-Fernseher von Überkapazitäten gekennzeichnet, was den Verkauf von LG.Philips LCD schwerer macht als noch im Dezember 2005, als das Unternehmen an die Börse gebracht wurde. Große Hersteller wie AU Optronics oder LG.Philips LCD haben schon daraufhin angekündigte Investitionen teilweise gestreckt. Philips hatte seinen Anteil an LG.Philips LCD bereits Mitte Dezember 2005 auf 32,9 Prozent von zuvor 37,9 Prozent reduziert. Die koreanische LG Electronics hält 37,9 Prozent der Anteile. Sowohl LG Electronics als auch Philips sind verpflichtet, bis Juli 2007 mindestens 30 Prozent an dem Unternehmen zu halten.

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