Analysten: Konzern kann sieben Milliarden schultern: Siemens-Chef denkt über Zukäufe nach

Analysten: Konzern kann sieben Milliarden schultern
Siemens-Chef denkt über Zukäufe nach

Der Münchner Technologiekonzern Siemens bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf Großübernahmen vor.

HB MÜNCHEN. Konzernchef Heinrich von Pierer sagte der „Financial Times Deutschland“, dass selbst Milliardenzukäufe, wie sie der Erzrivale General Electric (GE) zuletzt stemmte, vorstellbar seien. „Wieso nicht? Wir sind offen für solche Ideen“, sagte von Pierer. GE hatte 2003 für 9,5 Milliarden Dollar den britischen Medizintechnikanbieter Amersham gekauft.

Siemens prüfe derzeit, in welchen Sparten das Wachstum per Übernahme angekurbelt werden könne, berichtet das Blatt weiter unter Berufung auf Unternehmenskreise. Chancen sehe Siemens etwa bei Medizintechnik, Kraftwerksbau und Automatisierungstechnik. Analystenschätzungen zufolge könnte Siemens Zukäufe für bis zu sieben Milliarden Dollar schultern. „Es werden alle denkbaren Möglichkeiten erörtert“, zitierte die Zeitung Konzernkreise.

Siemens-Manager „denken selbst die extremsten Szenarien durch“. Vor allem Übernahmen, die Siemens ein stärkeres Standbein in Japan oder Osteuropa verschafften, seien im Gespräch. Dort ist Siemens bislang relativ schwach vertreten.

Von Pierer kündigte zudem an, auf Grund der hohen Lohnkosten in Deutschland weitere Siemens-Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Er wolle „natürlich mehr Geschäft in die Nähe seiner Kunden bringen“, sagte von Pierer. Siemens machte im vergangenen Jahr 80 Prozent seines Umsatzes von 74,2 Milliarden Euro im Ausland, beschäftigt aber noch 40 Prozent seiner Mitarbeiter in Deutschland.

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