Analysten-Prognosen im Halbjahr übertroffen
Beru will auf die Tube drücken

Der Autozulieferer Beru hat im ersten Geschäftshalbjahr bei Umsatz und Ertrag die Prognosen der Analysten übertroffen. Im laufenden Geschäftsjahr will der Konzern zudem den Umsatz um bis zu 15 Prozent steigern, um seine Jahresziele noch zu schaffen.

HB STUTTGART. In den ersten sechs Monaten sei der Umsatz um 9,6 % auf 153,8 Mill. € gestiegen, teilt der Ludwigsburger Spezialist für Diesel-Technologie und Zündungstechnik am Donnerstag mit. Bis Ende März solle der Zuwachs 15 % erreichen. Der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte zwischen April und September 2003 um 20 % auf 24,4 Mill. € zu. Das entspricht einer Rendite von 15,9 %. Die am Ebit gemessene Umsatzmarge soll auch im ganzen Geschäftsjahr mindestens 15 % betragen. Der Überschuss fiel in den ersten sechs Monaten 2003/04 wegen höherer Abgaben um 7,3 % auf 16,6 Mill. €.

Beru-Vorstandschef Marco von Maltzan zeigte sich zuversichtlich, die Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen: „Zunehmende Anteile des Diesel, steigende Ausstattungsraten in der Reifenluftdruckkontrolle und das saisonal stärkere Handelsgeschäft im zweiten Halbjahr lassen uns auch in einem stagnierenden Marktumfeld von nachhaltigem Wachstum ausgehen“, kommentierte er die Aussichten. Der Zukauf der französischen Johnson-Controls-Tochter Eyquem soll 2003/04 allein 20 Mill. € zusätzlichen Umsatz bringen. Die Bestellungen stiegen in den ersten sechs Monaten um 10,3 % auf 163,3 Mill. €.

Die größte Sparte, die Diesel-Kaltstarttechnik, entwickelte sich im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus von 2,5 % auf 69,8 Mill. € nur verhalten. Das Geschäft in den USA habe enttäuscht. Beru setzt nun auf den Anlauf des VW Golf V, neuer Isuzu- und GM-Dieselmotoren und auf den Neuanlauf des Schnellstartsystems bei Mercedes-Benz Anfang 2004. Die stärksten Zuwächse verzeichnete zwischen April und September das jüngste Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik, in dem der Umsatz um 23 % auf 35,9 Mill. € stieg. Neben Innenraumheizungen hätten sich die steigenden Ausrüstungsgrade mit automatischen Reifenluftdruck-Kontrollsystemen beim Porsche Cayenne und dessen Schwestermodell VW Touareg bemerkbar gemacht, hieß es.

Auf der Hauptversammlung von Beru war es im September zum Eklat gekommen. Dort forderte der langjährige, im April in den Ruhestand gegangene Vorstandschef Ulrich Ruetz Aufsichtsratschef Gerhard Wacker zum Rücktritt auf, weil ein Vertreter des mit 37 % beteiligten Großaktionärs Carlyle in das Kontrollgremium einrückte. Ruetz hatte sich selbst Hoffnungen gemacht.

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