Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Wacker setzt auf kräftiges Wachstum in der Solarbranche

Der Chemiekonzern Wacker wird in den nächsten Jahren kräftig in zwei neue Werke investieren, um die wachsende Nachfrage seiner Kunden befriedigen zu können.

HB MÜNCHEN. Vorstandschef Peter-Alexander Wacker sagte gestern in München, das Unternehmen rechne sowohl in der Solarbranche als auch bei Halbleitern mit einem starken Wachstum. „Wir glauben an die Solarbranche“, betonte Wacker. Wegen des hohen Ölpreises werde Solarstrom immer interessanter. Deshalb baut das Unternehmen seine Polysilizium-Fabrik im bayerischen Burghausen für 300 Mill. Euro aus. Polysilizium ist ein wichtiger Grundstoff für Solarzellen.

In den vergangenen Monaten hatten die Solarfirmen Probleme, genügend Silizium zu bekommen. „Die Siliziumpreise haben sich in zwei Jahren verdoppelt“, sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Die vier führenden Anbieter – einer davon ist Wacker – haben ihre Kapazität vergangenes Jahr zwar um fast die Hälfte ausgebaut. Allerdings reicht das noch längst nicht aus, um die Kunden ausreichend zu beliefern. Deshalb will Wacker seine Produktion bis 2009 schrittweise erhöhen.

Neben dem Solarboom will Wacker auch von der hohen Chipnachfrage profitieren. Gemeinsam mit dem koreanischen Elektronikkonzern und Halbleiterproduzenten Samsung bauen die Deutschen eine Waferfabrik in Singapur. Wafer sind das Grundprodukt, auf dem Chips entstehen. Dabei investiert Wacker rund 400 Mill. Euro in die neue Gemeinschaftsanlage. Gestern haben die beiden Partner die Verträge in London unterzeichnet.

Wacker ist im April an die Börse gegangen. Die Emission war 18fach überzeichnet, der Ausgabepreis lag am oberen Ende der Preisspanne von 70 bis 80 Euro. Allerdings hatten die Aktionäre nur am Anfang ihre Freude mit den inzwischen im M-Dax notierten Papieren. Denn nach einem Anstieg auf 120 Euro fiel der Kurs auf derzeit knapp 78 Euro.

Analysten sehen allerdings Aufwärtspotenzial. Nach Ansicht von Morgan Stanley bietet der Ausbau der Silizium-Kapazitäten die Chance auf ein schnelles Wachstum. Die Experten rechnen damit, dass die Anlagen bis 2010 ausgelastet sind.

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