Analysten sehen Morphosys-Technologie bestätigt
Morphosys und Bayer bauen Kooperation aus

Das Martinsrieder Biotechnologieunternehmen Morphosys und die Bayer Bayer-Gesundheitssparte Health Care haben vereinbart, einander Lizenzen an bestimmten Technologien zu erteilen. Damit bauen beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit aus.

HB MARTINSRIED. So erhalte Morphosys das Recht, die menschliche Zelllinie HKB elf von Bayer für die Produktion von Antikörpern und die eigene Forschung zu nutzen, so Morphosys. Bayer werde im Austausch seine Forschungs- und Entwicklungsprogramme auf die neueste Antikörperbibliothek von Morphosys umstellen. Dafür erhalte Morphosys zusätzlich zu den bereits bestehenden Lizenzen weitere Zahlungen. Über finanzielle Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte eine Morphosys-Sprecherin.

Analysten erwarten kaum finanzielle Auswirkung durch die erweiterte Zusammenarbeit. "Wir begrüßen die neue Option, die Morphosys für die Produktion von Antikörpern hat und sehen die Morphosys-Technologie durch die Bayer-Entscheidung, sie für ihre internen Projekte zu nutzen, bestätigt", hieß es in einem Kurzkommentar des Bankhauses Merck Finck. "Wir erwarten nur geringfügigen finanziellen Einfluss", hieß es aber weiter. Die "Buy"-Empfehlung für die Morphosys-Aktie werde beibehalten.

Bayer Health Care und Morphosys hatten 1999 eine Kooperation vereinbart, die im Juli 2001 bis Ende 2005 verlängert wurde. Dafür erhält Morphosys jährliche Lizenzzahlungen. Zudem seien weitere Zahlungen vereinbart, wenn bestimmte Entwicklungsziele erreicht oder Produkte vermarktet würden, teilte Morphosys mit. Im Rahmen der Zusammenarbeit stehe der Einsatz menschlicher Antikörper bei therapeutischen und diagnostischen Anwendungen im Mittelpunkt.

Die in Martinsried bei München ansässige Morphosys beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Technologien zur Herstellung synthetischer Antikörper für die Medikamentenforschung. Morphosys verfügt über eine Reihe von Technologien, darunter der so genannten HuCal-Bibliothek, die zur Produktion von menschlichen Antikörpern genutzt wird, die neben Bayer auch von dem US-Pharmaunternehmen Pfizer genutzt werden.

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