Analysten sehen nur einen möglichen Helfer
Arcelor sucht händeringend „Weißen Ritter“

Der Stahlmagnat Lakshmi Mittal hat beim größten Arcelor-Anteilseigner, der luxemburgischen Regierung, für die Annahme seines 18,6 Mrd. Euro schweren Übernahmeangebots für den Konkurrenten geworben. Der europäische Stahlkonzern sucht derweil weltweit einen Bündnispartner, um das feindliche Übernahmeangebot abzuwehren.

HB PARIS/LUXEMBURG. Er habe ein „konstruktives Gespräch“ mit dem luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker geführt, sagte Mittal nach dem Treffen am Dienstag in Luxemburg. Der Dialog solle fortgesetzt werden. Mittal betonte, er wolle bei einer Übernahme Arcelors alle „sozialen Zusagen“ des Konzerns an die Belegschaft einhalten. Zudem werde es keine Entlassungen geben, wenn Mittal den Zuschlag für Arcelor erhalte. Arcelor ist der drittgrößte Arbeitgeber in Luxemburg. Das Land hält als größter Anteilseigner rund 5,62 Prozent an dem zweitgrößten Stahlkonzern der Welt.

Die Regierung Luxemburgs hatte sich besorgt zu den Übernahmeplänen geäußert, die Arcelor als feindlich einstuft. Sie werde sicherstellen, dass die „industriellen, sozialen und finanziellen Interessen“ des Großherzogtums gewahrt würden, hatte sie bereits angekündigt. Auch die französische Regierung hatte Bedenken angemeldet. Der Übernahmestreit wird auch Thema eines Treffens von Juncker mit Frankreichs Präsident Jacques Chirac und Regierungschef Dominique de Villepin am Mittwoch sein.

Bei Arcelor, das binnen weniger Tage vom (Dofasco-)Jäger zum Gejagten geworden ist, ist man derweil nicht untätig, sondern sucht weltweit händeringend nach einem Bündnispartner. „Eine Allianz erscheint mir aus Wettbewerbsgründen in Europa schwierig, aber auf internationalem Niveau eher möglich“, sagte Arcelor-Chef Guy Dollé der Pariser Finanzzeitung „La Tribune“.

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