Analysten vermuten Zusammenhang mit Trennung von Yukos und Sibneft
Ex-Yukos-Chef zu Haftstrafe verurteilt

Im spektakuären Betrugsprozess gegen Manager aus der Führungsetage des größten russischen Ölkonzerns Yukos hat die russische Justiz ein erstes Urteil gefällt. Und das fiel kurios aus: Wassili Schachnowski muss ein Jahr in Haft - doch die Strafe wurde ihm noch im Gerichtssaal erlassen.

HB MOSKAU. Ein Moskauer Bezirksgericht verurteilte am Donnerstag den Miteigentümer und früheren Chef der Moskauer Yukos-Filiale wegen Steuerhinterziehung. Auf Grund „geänderter Umstände“ wurde Schachnowski die Strafe noch im Gerichtssaal erlassen. Der von der Haft befreite Schachnowski sei „sozial nicht mehr gefährlich“ und habe seine Steuerschulden von umgerechnet 1,46 Mill. € beglichen, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

Schachnowski hatte den Yukos-Konzern im Vorjahr verlassen. Analysten vermuteten, das glimpfliche Urteil stehe im Zusammenhang mit der am Dienstag besiegelten Trennung der Konzerne Yukos und Sibneft, die im Vorjahr zum weltweit viertgrößten Ölförderer fusioniert waren.

Dem seit Ende Oktober 2003 inhaftierten Ex-Konzernchef Michail Chodorkowski droht eine mehrjährige Gefängnisstrafe wegen diverser Betrugsdelikte.

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