Analysten: Volkswagen wird im Reich der Mitte Verluste machen
General Motors setzt VW in China unter Druck

Volkswagen droht der Verlust seiner 20 Jahre langen Führungsposition in China. Der weltgrößte Autobauer General Motors hat in den ersten sechs Monaten mehr Autos im Reich der Mitte verkauft als der Wolfsburger Konzern. VW hat aber noch einen größeren Marktanteil auf dem drittgrößen Automarkt der Welt.

HB SCHANGHAI. „Je nachdem, wie man zählt, sind wir schon Marktführer“, sagte GM-China-Chef Kevin Wale am späten Dienstagabend der Nachrichtenagentur Reuters. GM baute nicht zuletzt dank neuer Chevrelot- und Cadillac-Modelle seinen Marktanteil bis Ende Juni von 9,4 auf 10,9 Prozent im Jahresvergleich aus. Volkswagen beherrschte Ende 2004 noch ein Viertel des chinesischen Marktes, derzeit dürfte er Schätzungen zufolge bei 13 bis 20 Prozent liegen.

GM hat zusammen mit seinen drei chinesischen Kooperationen in den ersten sechs Monate 308 722 Fahrzeuge verkauft, ein Anstieg von fast 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach GM-Angaben hat Volkswagen, das zwölf Jahre vor dem US-Konzern in China gestartet ist, 262 198 Fahrzeuge verkauft.

GM rechnet in China nach diesen Rekordabsatzzahlen mit einem Wachstum von 20 Prozent im Gesamtjahr und nachhaltigen Erträgen. Weltweit verzeichnete GM im ersten Geschäftsquartal dieses Jahres einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro. Einigen Analysten zufolge wird VW in China in diesem Jahr einen Verlust ausweisen.

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