Analystenerwartungen erfüllt
BAE senkt Halbjahresverlust

Der britische Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems hat im ersten Halbjahr 2003 einen Gewinnrückgang von 6,5 Prozent verzeichnet, den Halbjahresverlust aber insgesamt gesenkt und die Analystenerwartungen erfüllt.

HB LONDON. Wie Europas größter Rüstungskonzern am Donnerstag in London mitteilte, sank der Gewinn je Aktie vor Abschreibungen und Sonderposten auf 7,2 Pence nach 7,7 Pence im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Gewinn zwischen 6,2 und 7,6 Pence gerechnet.

Die Verluste hat BAE Systems im ersten Halbjahr 2003 reduziert. Es fiel ein Minus von 47 Mill. Pfund (66,7 Mill. Euro) nach 63 Mill. Pfund vor einem Jahr an, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Der Umsatz lag mit 6,82 Mrd. Pfund praktisch auf Vorjahresniveau.

Der Vorsteuergewinn verbesserte sich um 36 % auf 56 Mill. Pfund. Die Hauptbelastung ging erneut von Firmenwertabschreibungen aus, die im ersten Halbjahr 274 Mill. Pfund betrugen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte BAE Systems wegen der Abschreibungen einen Verlust von 686 Mill. Pfund verbucht.

Für die Entwicklung des Rüstungsgeschäfts im zweiten Halbjahr zeigte sich der Konzern zuversichtlich. Im Gesamtjahr dürfte sich die Sparte vergleichbar wie in 2002 entwickeln. Für die ersten sechs Monate werde BAE Systems wie bereits im Vorjahr eine Dividende von 3,7 Pence je Aktie vorschlagen.

Regierungsankündigung beseitigt Unsicherheit

Besonders aufgrund einer Regierungsankündigung zum Kauf von neuen „Hawk“-Flugzeugen sieht BAE die Unsicherheit über die nahe Zukunft beseitigt. Bei der Vorlage seiner Halbjahreszahlen behielt der Konzern den Ausblick für das Gesamtjahr bei.

Der größte europäische Auftragsnehmer im Rüstungssektor erwartet, dass die im ersten Halbjahr verzeichneten Fortschritte auch in der zweiten Jahreshälfte fortdauern. Das bereinigte Ergebnis soll im laufenden Jahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Die britische Regierung will eine neue Generation von Trainingsflugzeugen des Typs „Hawk“ ordern. Die Priorität im zweiten Halbjahr liege nun bei der Sicherung eines festen Auftrags und bei der Entwicklung dieses Projekts, erklärte der Konzern. Insgesamt will das Verteidigungsministerium 20 Maschinen bestellen mit einer Option auf weitere 24 Flugzeuge, die im Jahr 2008 in Dienst gestellt werden sollen. Ein solcher Auftrag würde 2200 Arbeitsplätze bei BAE Systems sichern, hieß es. Auch die indische Luftwaffe will 66 Hawk-Trainingsflugzeuge bestellen.

Im zivilen Bereich habe Airbus in einem schwierigen Marktumfeld ein gutes erstes Halbjahr verzeichnet. Die Auslieferung von Flugzeugen werde eine ähnliche Größenordnung wie im vergangenen Jahr erreichen. Der Abbau der Schulden schreite schneller voran als geplant, teilte BAE Systems mit. Die Generierung von Barmitteln stehe weiter im Fokus des Managements, wobei sich der Ausblick für den Cash-Flow im zweiten Halbjahr - entgegen früherer Erwartungen - verbessert habe.

In Zusammenarbeit mit dem britischen Verteidigungsministerium verzeichnet BAE nach eigenen Angaben wichtige Fortschritte bei der Restrukturierung des „Nimrod“-Vertrages. Im Jahr 2001 war der Konzern bei wichtigen britischen Rüstungsprojekten in Schwierigkeiten geraten, weil zu hohe Kosten entstanden. Diese Probleme wurden durch Neuverhandlungen mit der Regierung beseitigt. In Nordamerika erwirtschaftete BAE Systems im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,365 Mrd. Pfund, verglichen mit 1,327 Mrd. Pfund im Vorjahreszeitraum.

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