Analystenerwartungen übertroffen
Alcoa eröffnet US-Quartalsberichtssaison

Der weltgrößte Aluminiumhersteller Alcoa hat im zweiten Quartal 2005 trotz rückläufiger Aluminiumpreise Rekordergebnisse verbucht und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Den Gewinn haben besonders Steuereffekte und der Verkauf der Beteiligung am norwegischen Metallkonzern Elkem in die Höhe getrieben. Das Unternehmen läutete damit die US-Berichtssaison zum zweiten Quartal mit einer positiven Überraschung ein.

HB NEW YORK. In den drei Monaten sei ein Netto-Gewinn von 460 Mill. Dollar oder 52 Cent je Aktie erwirtschaftet worden, teilte der in Pittsburgh ansässige Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Ein Jahr zuvor war ein Gewinn von 404 Mill. Dollar oder 46 Cent je Anteilsschein ausgewiesen worden. Analysten hatten wegen der noch andauernden Umstrukturierung des Konzerns ihre Prognosen zuletzt auf 47 Cent je Dividendenpapier zurückgenommen.

Der Umsatz sei dank der anhaltend hohen Nachfrage um 13 % auf 6,8 Mrd. von 6,1 Mrd. Dollar vor einem Jahr gesteigert worden, teilte Alcoa weiter mit. Aus dem Verkauf des Elkem-Anteils sei ein Gewinn nach Steuern von 219 Mill. Dollar erzielt worden. Zudem habe er eine Steuergutschrift von 120 Mill. Dollar gebracht. Dagegen habe die Umstrukturierung in den drei Monaten mit Aufwendungen nach Steuern von 230 Mill. Dollar zu Buche geschlagen. Zudem habe die Integration der neuen russischen Anlagen einen Verlust von 29 Mill. Dollar gebracht. Alcoa hatte erst kürzlich angekündigt, in einer zweiten Umstrukturierungsphase 6500 Stellen binnen zwölf Monaten zu streichen. Einschließlich des bereits zuvor angekündigten Arbeitsplatzabbaus entfielen damit bei dem Konzern 8100 Stellen.

Für den Rest des Jahres gab das Unternehmen keine Prognose. Alcoa-Finanzchef Richard Kelson sagte lediglich, er erwarte auch im dritten Quartal eine starke Nachfrage, vor allem aus der Flugzeug- und Fahrzeugbranche. Das Umstrukturierungsprogramm solle Alcoa helfen, seine Position zu stärken, fügte Unternehmenschef Alain Belda hinzu. Alcoa-Aktien stieg im nachbörslichen Handel um 3,5 % auf 27 Dollar.

„Wir lieferten starke Ergebnisse und nahmen die notwendigen Schritte vor, um zu restrukturieren und die Kosten zu kontrollieren“, erklärte Konzernchef Alain Belda. Alcoa hatte erst kürzlich angekündigt, in einer zweiten Umstrukturierungsphase 6500 Stellen binnen zwölf Monaten zu streichen. Einschließlich des bereits zuvor angekündigten Arbeitsplatzabbaus entfielen damit bei dem Konzern 8100 Stellen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%