Analystenschätzungen übertroffen
Syngenta profitiert von hohen Preisen für Agrarrohstoffe

Dank der hohen Preise für Weizen, Mais und Soja hat der weltgrößte Agrochemiekonzern Syngenta in der ersten Hälfte 2008 blendende Geschäfte gemacht.

HB ZÜRICH. Der Nettogewinn stieg um ein Viertel auf 1,52 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 1,43 Milliarden Dollar deutlich. Der Umsatz legte 28 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar zu, teilte das in Basel ansässige Unternehmen am Donnerstag mit.

"Das starke Wachstum in allen Regionen zeigt die Bereitschaft der Landwirte auf der ganzen Welt, vermehrt in ihre Pflanzen zu investieren", sagte Syngenta-Chef Mike Mack.

Da auch noch die Aussichten für die anlaufende Anbausaison auf der Südhalbkugel gut seien, schraubt Syngenta seine Ziele hoch: Dieses Jahr soll der Gewinn je Aktie nun um über 35 Prozent wachsen statt wie bisher erwartet um mehr als 20 Prozent. 2009 wird eine weitere Steigerung von 15 bis 20 Prozent angepeilt.

Zu den größten Konkurrenten zählen die US-Konzerne Monsanto und DuPont sowie die deutsche Bayer.

Um der rasant steigenden Nachfrage gerecht zu werden, baut Syngenta seine Produktionskapazitäten für rund 600 Millionen Dollar aus. Nach Jahren der Zurückhaltung erhöhte Syngenta in der ersten Jahreshälfte die Verkaufspreise um drei Prozent und fasst für 2009 Aufschläge von etwa vier bis sechs Prozent ins Auge, sagte Konzernchef Mack gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

In der größeren Sparte Pflanzenschutz, die Chemikalien zur Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen herstellt, legte der Umsatz knapp 30 Prozent auf 5,55 Milliarden Dollar zu, während der Umsatz mit Saatgut um 23 Prozent auf 1,74 Milliarden Dollar kletterte.

Die Syngenta-Aktien gewannen im frühen Börsenhandel vorübergehend über sechs Prozent und notierten am Vormittag mit 286 Franken noch 1,6 Prozent fester.

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