Anbieter spekulieren auf Ende des Investitionsstaus
GE Healthcare nimmt Siemens aufs Korn

Der US-Medizintechnikriese GE Healthcare will die Konkurrenten Siemens und Philips auf dem deutschen Markt angreifen. „Wir wollen in den nächsten fünf Jahren in Deutschland den Umsatz auf 800 Mill. Euro verdoppeln“, kündigte GE-Healthcare-Chef Joseph Hogan gegenüber dem Handelsblatt an.

HAMBURG. Diese Zahl dürfte nicht zufällig dem Umsatz von Siemens im vergangenen Geschäftsjahr in Deutschland entsprechen. Erreicht die Sparte des amerikanischen Technologiekonzerns General Electric (GE) ihr Ziel, würde sie also mit dem Münchener Konkurrenten Siemens gleichziehen, Philips mit seinem Umsatz von 500 Mill. Euro würde überrundet. Gemeinsam dominieren die drei Konzerne zu 80 bis 90 Prozent den deutschen Markt für Medizintechnik. Den Rest teilen sich kleinere, mittelständische Nischenanbieter.

GE greift damit auf einem der wichtigsten Geschäftsfelder von Siemens an. Die Medizintechnik ist einer der profitabelsten Bereiche des Traditionskonzerns und erfüllt als eine der wenigen Sparten bereits jetzt die Zielvorgaben des neuen Vorstandschefs Klaus Kleinfeld.

Der US-Konzern GE setzt in Deutschland vor allem auf organisches Wachstum. „Wir wollen nicht über niedrige Preise, sondern durch technische Innovationen zulegen“, unterstrich Hogan. Dazu soll unter anderem das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Garching bei München beitragen. Hier hat GE 52 Mill. Euro investiert, um neue Technik für die Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Krebs, Herzkreislauf- und Gehirnerkrankungen zu entwickeln.

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