Andere Sammelklagen möglich
Richter weist Sammelklage gegen Vioxx-Hersteller ab

Ein US-Richter hat einen Antrag auf Bündelung tausender Klagen gegen den US-amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co wegen schädlicher Folgen des Schmerzmittels Vioxx abgewiesen. Eine bundesweite Sammelklage an nur einem einzigen Ort sei nicht zulässig. Damit kann sich Merck & Co jedoch keineswegs in Sicherheit wiegen.

HB NEW ORLEANS. So urteilte Richter Eldon Fallon am Mittwoch in einem Vorverfahren in New Orleans. Er schloss allerdings Gemeinschaftsklagen der Bewohner einzelner US-Staaten nicht aus. In jedem Fall sei dann zu prüfen, ob Gesetze des jeweiligen Staates verletzt worden seien.

Die Klägervertreter wollten ihre Mandanten gemeinsam vor einem Gericht des US-Staates New Jersey vertreten lassen, wo die Merck & Co ihren Sitz hat. Der Konzern hat allerdings angekündigt, jede Klage einzeln anfechten zu wollen. Ein Firmensprecher äußerte sich zufrieden über die Entscheidung. Damit sei keine Sammelklage wegen Vioxx in den USA mehr anhängig. Das Unternehmen musste das Medikament im September 2004 wegen möglicher Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vom Markt nehmen.

In Deutschland war Mitte Oktober vom Landgericht Berlin eine Klage gegen den deutschen Vioxx-Vertreiber abgewiesen worden. Die Kläger konnten demnach nicht hinreichend nachweisen, dass das Medikament bei ihnen eine Erkrankung ausgelöst haben könnte.

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