Angaben aus Kreisen
Investoren bei MTU mit im Rennen

Beteiligungsfirmen dürfen nach Angaben aus Finanzkreisen nun offenbar doch um den schwäbischen Großdieselmotorenhersteller MTU Friedrichshafen mitbieten.

HB LONDON. Es gebe mehr als drei Bewerber, eine Entscheidung werde sich aber noch Monate hinziehen, sagten mit der Situation vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Unter den Interessenten an der milliardenschweren Übernahme seien auch die Finanzinvestoren Carlyle und Kohlberg Kravis Roberts (KKR). Als ungefähre Größenordnung für den Preis wurden 1,3 Mrd. € genannt. Mit der Zulassung von Beteiligungsfirmen dürften sich die Chancen von MAN auf den Zuschlag zu einem aus Konzernsicht angemessenen Preis verschlechtert haben.

Erst Anfang des Monats hatte sich der bis dahin als Favorit geltende MAN-Konzern vorläufig aus den Gesprächen über MTU zurückgezogen und dies mit unterschiedlichen Preisvorstellungen begründet. Die Münchener hatten erklärt, für erneute Gespräche zu sein. Auch Daimler-Chrysler hatte neuerliche Verhandlungen mit MAN nicht ausgeschlossen. Die MAN-Aktie verlor in einem stabilen Gesamtmarkt 2,4 % auf 37,85 €. Der Münchener Konzern lehnte eine Stellungnahme ab.

Ursprünglich hatten sich Teile der Minderheitsaktionäre von MTU dagegen ausgesprochen, den Friedrichshafener Hersteller von Motoren für Bahnen, Schiffe und große Baufahrzeuge an ein Private-Equity-Haus zu verkaufen. MTU Friedrichshafen gehört zu 88 % mehrheitlich Daimler-Chrysler. Die übrigen zwölf Prozent liegen bei den Familien Maybach und Zeppelin, die aber über ein Vetorecht verfügen.

Carlyle sei vor kurzem an die Minderheitsaktionäre herangetreten, um für die Zulassung von Finanzinvestoren zu werben, hieß es. Daimler-Chrysler wollte sich nicht dazu äußern, ob der Verkaufsprozess für Finanzinvestoren geöffnet wurde. Auch Carlyle lehnte eine Stellungnahme ab. KKR war zunächst nicht zu erreichen.

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