Angaben der Anstalt für Staatsvermögen
Börsengang von Rosneft nicht vor Mitte 2006

Nach Angaben der russischen Anstalt für Staatsvermögen wird der Ölkonzern Rosneft nicht vor Juni 2006 an die Börse gehen.

HB SANKT PETERSBURG. Bewertet werde das Unternehmen voraussichtlich mit 50 bis 58 Mrd. Dollar, teilte der Chef der Anstalt, Waleri Nasarow, am Mittwoch mit. Abgeschlossen werde die Bewertung des Unternehmens Ende November oder Anfang Dezember, sagte er. Damit würde der drittgrößte russische Ölkonzern höher bewertet als der derzeitige Branchenprimus Lukoil mit knapp 50 Mrd. Dollar. Nasarow zufolge werden derzeit verschiedene Möglichkeiten für den Börsengang geprüft, ohne Einzelheiten zu nennen. Eine Entscheidung solle bald getroffen werden.

Noch im September hatte der russische Wirtschaftsminister German Gref eine abschließende Bewertung von Rosneft für Oktober in Aussicht gestellt. Den Börsengang hatte er bestenfalls für Ende 2006 ins Auge gefasst. Russland will Rosneft teilweise privatisieren. Aus dem Erlös soll der Rückkauf von Anteilen am Gaskonzern Gazprom finanziert werden. Der russische Staat will letztlich die Mehrheit an den beiden Unternehmen erhalten. Im Rahmen der Privatisierung soll nach früheren Angaben der Regierung in Moskau neben dem Börsengang möglicherweise ein Anteil an einen strategischen Investor verkauft werden. Die Rosneft-Anteile könnten Gref zufolge sowohl in Russland als auch im Ausland angeboten werden, vielleicht in London.

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