Angeblich 3000 Jobs gefährdet
Kalte Dusche für Grohe-Belegschaft

Beim von US-Finanzinvestoren kontrollierten Badearmaturenhersteller Grohe sind nach übereinstimmenden Informationen der IG Metall und der "Financial Times Deutschland" 3000 der 4500 inländischen Stellen gefährdet.

HB HEMER. Die Zeitung berichtet, die Unternehmensberatung McKinsey habe den Grohe-Eigentümern Texas Pacific Group und CSFB Private Equity eine weit reichende Produktionsverlagerung nach China empfohlen. Dadurch würde Grohe ab 2007 pro Jahr 150 Mill. Euro einsparen.

Offenbar wurde die Studie auch der IG Metall zugespielt, denn die Gewerkschaft nennt die gleiche Zahl von 3000 Stellen, die in diesem Fall bei Grohe verloren gingen. Das Unternehmen selbst spricht bisher nur von 1500 Stellen, die bei einer Produktionsverlagerung abgebaut werden sollten. An diesem Dienstag wollen die Beschäftigten am Grohe-Stammsitz gegen die Unternehmenspläne demonstrieren.

Das ehemals im MDax notierte Unternehmen war Ende 1999 vom britischen Finanzinvestor BC Partners gekauft und von der Börse genommen worden. Pläne eines erneuten Börsenganges wurden 2004 verworfen. Denn im vergangenen Sommer hatten die US-Finanzinvestoren Texas Pacific Group und CSFB Private Equity das Unternehmen von BC Partners für mindestens 1,5 Mrd. Euro übernommen. Der Weiterverkauf von einem Finanzinvestor zum nächsten hat die Bilanzrelationen signifikant verschlechtert, weil Grohe seine eigene Übernahme selbst finanzieren musste. Nach Abschluss der Transaktion stand Grohe mit 1,15 Mrd. Euro bei den Banken in der Kreide. Die Schulden sind gut 200 Mill. Euro höher als der Umsatz.

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