Angebliche Meinungsverschiedenheiten über die künftige Strategie von Fiat Auto
Fiat sucht in Deutschland Sparpotenzial

Der italienische Fiat-Konzern will bei seiner Autosparte in Deutschland schnelle Sparerfolge sehen. Das habe der seit dem Frühsommer amtierende Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne am Montag bei seinem Besuch in der Frankfurter Zentrale der Fiat Automobil AG deutlich gemacht, hieß es aus Konzernkreisen.

hof HB FRANKFURT. Offiziell teilte Fiat auf Anfrage mit, Marchionne sei zu einem „normalen Antrittsbesuch“ in Frankfurt gewesen.

Probleme bereiten dem Automobilunternehmen neben dem insgesamt schwachen Markt auch die Verluste der unternehmenseigenen Vertriebsstellen. Die meisten Niederlassungen, die steigende Marktanteile in den Ballungszentren sicherstellen sollen, schreiben chronisch rote Zahlen. Trotz frischer Modelle wie dem Panda, dem Van Idea, dem Lancia Y und dem Alfa GT hinkt das Unternehmen zudem hinter seinen Absatzprognosen für das laufende Jahr zurück. Nach neun Monaten waren nicht einmal drei Viertel des Zielwertes von 88 000 Fahrzeugen erreicht – und das, obwohl das Schlussquartal in der Branche traditionell schwach ist. Bei stagnierendem Absatz sucht Fiat nun nach Potenzial, um sich in die schwarzen Zahlen zu sparen.

Auf Konzernebene wurde das ursprüngliche Ziel, bereits 2005 operativ wieder Geld zu verdienen, bereits um ein Jahr verschoben. Verträge mit den italienischen Gewerkschaften hindern Fiat-Autochef Herbert Demel daran, das Problem riesiger Überkapazitäten zu lösen. Befristete Werksschließungen, wie bereits verkündet, verschaffen nur kurzfristig Luft. Zwischen Demel und Marchionne, der bei seiner Frankfurt-Visite auch von dem neuen Lancia-Chef Luca de Meo begleitet wurde, soll es nach italienischen Zeitungsberichten zudem Meinungsverschiedenheiten über die künftige Strategie von Fiat Auto geben.

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