Angebot ausgebaut
Stromanbieter Yello bleibt aggressiv

Nicht nur der Preis muss stimmen, besonders der Service muss gut sein – zu diesem Schluss kommt Yello-Geschäftsführer Peter Vest. Um sich im zukünftigen Wettbewerb auf dem Markt der Stromversorger einen dauerhaften Vorteil zu sichern, setzt Vest dabei auf moderne Technologie und Transparenz.

STUTTGART. Die bundesweit tätige Billigtochter Yello des Versorgers Energie Baden-Württemberg (EnBW) setzt ihren Wachstumskurs fort. „Wir haben jetzt 1,3 Millionen Kunden. Allein in den vergangenen sechs Monaten haben wir 100 000 Kunden netto hinzugewonnen. Dieses Tempo behalten wir bei“, sagt Geschäftsführer Peter Vest dem Handelsblatt. Dabei schreibe Yello seit dem Geschäftsjahr 2004 schwarze Zahlen.

Den neuen Konkurrenten „E wie Einfach“, Tochter des Eon-Konzerns, spürt Vest im Neugeschäft noch nicht. „Wir haben so gut wie keine Kunden verloren. Wir gewinnen viel mehr Kunden von Eon als E wie Einfach von uns.“ Vest rechnet damit, dass der Wettbewerb an Intensität zunimmt. In fünf Jahren werde jeder vierte Stromkunde seinen Anbieter wechseln. Bislang beschränke sich die Zahl der Wechsler noch auf fünf Prozent.

Haupthindernis seien bürokratische Hürden. Der Wechsel dauere heute noch über vier Wochen. Eigentlich müsse das an einem Tag gehen. „Ab dem ersten August werden mit der Standardisierung des Wechselprozesses erste Grundlagen geschaffen, diesen zu beschleunigen“, sagt Vest optimistisch. Im Wettbewerb wolle Yello dabei gar nicht der billigste Anbieter sein. Die Kundenbindung und damit der Service werde im Strommarkt entscheidend sein, sagt Vest.

Deshalb nimmt Yello den Wettbewerb um den Stromkunden mit einem neuen digitalen Stromzähler auf. Der intelligente Stromzähler meldet die Daten online an Yello, und der Kunde kann seinen Stromverbrauch via Internet direkt ablesen.

Die Kunden können so Stromfresser direkt identifizieren. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little können Kunden mit dem neuen Zähler rund 40 Euro im Jahr sparen. Die neuen Zähler sollen laut Vest deutlich billiger werden als die monatliche Miete für die herkömmlichen staatlichen Zähler.

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