Angebotsfrist verlängert
Engelhard stemmt sich weiter gegen BASF

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF ist bei der Übernahme von Engelhard bislang kaum vorangekommen und verlängert die Angebotsfrist. Der US-Katalysatorspezialist hat seinen Aktionären jedoch erneut empfohlen, die milliardenschwere Übernahmeofferte abzulehnen.

HB PHILADELPHIA/LUDWIGSHAFEN. Das Board des Unternehmens lege einstimmig den Aktionären nahe, die Offerte abzulehnen, teilte Engelhard am Montag in den USA mit. Das Unternehmen mache diese Mitteilung in Reaktion darauf, dass bislang weniger als ein Prozent der Engelhard-Aktien BASF angedient worden seien. „Wir glauben, dass die Reaktion auf die unerbetene Offerte von BASF zeigt, dass die Engelhard-Aktionäre erkennen, dass das Angebot unangemessen ist“, hieß es in der Mitteilung.

Das Angebot an die Engelhard-Aktionäre von 37 $ je Aktie oder insgesamt 4,9 Mrd. $ gelte nun noch bis zum 3. März, teilte die BASF AG zuvor in Ludwigshafen mit. Diese Frist könne - falls erforderlich - weiter verlängert werden. Die ursprüngliche Frist für die größte Übernahme in der BASF-Geschichte wäre am Montag (6. Februar) um 24.00 Uhr New Yorker Zeit ausgelaufen.

Bis 3. Februar wurden dem Konzern den Angaben zufolge 54 896 Engelhard-Aktien angedient. Engelhard hat nach Firmenangaben allein 120 Mill. ausstehende Aktien. Damit hätte BASF etwas mehr als 0,04 Prozent davon in der Hand. Die Engelhard-Aktie hatte am Freitag in New York bei 40,36 Dollar geschlossen, gut drei Dollar über dem BASF- Angebot. Bei Analysten ist nun umstritten, ob die BASF ihr Angebot weiter erhöhen muss. BASF selbst hatte in Aussicht gestellt, das Angebot um einen US-Dollar je Aktie anzuheben, falls sie einen Blick in die Engelhard-Bücher werfen könnte und die Informationen einen höheren Preis rechtfertigten.

In dem Angebot von 37 Dollar ist nach Darstellung der BASF bereits eine Prämie enthalten. Dieser Preis liege deutlich über dem Jahresschlusskurs 2005 von 30,15 $ und dem Vier-Jahres-Hoch der Schlusskurse von 32,49 $ am 14. Juli 2004. Die Führungsspitze Engelhards hatte jedoch die BASF-Offerte als nicht angemessen zurückgewiesen. Das Management hat ein Angebot von deutlich mehr als 40 Dollar als Voraussetzung genannt, um BASF einen vertieften Einblick in die Bücher zu gewähren.

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