Angeflogene Ziele verringern sich
Tuifly streicht ertragsschwache Strecken

Der hohe Ölpreis - die ersten Billigflieger ziehen Konsequenzen: Nach Air Berlin kündigt auch die Fluggesellschaft Tuifly an zum Sommer 2009 ertragsschwache Strecken zu streichen und weniger Maschinen einzusetzen.

HB HANNOVER. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte, verringert sich die Zahl der angeflogenen Ziele im Sommerflugplan 2009 um sechs auf 74. Die Zahl der eingesetzten Flugzeuge reduziere sich im Vergleich zum diesjährigen Sommer um drei auf 45. Tuifly wolle sich auf ertragsstarke Strecken konzentrieren, sagte ein Sprecher. Die Zahl der wöchentlichen Verbindungen bleibe aber mit rund 900 in etwa gleich. Tuifly ist eine Tochter des Reiseriesen Tui Travel mit Sitz in London, an dem die Tui AG in Hannover die Mehrheit hält.

Der Sommerflugplan 2009 sei effizienter und produktiver gestaltet worden, hieß es. Zu den Strecken, die gestrichen worden seien, zählten etwa die Verbindungen Hannover-Stockholm oder Köln-Linz. Tuifly schalte am Donnerstag als erste deutsche Airline bereits einen Großteil des Sommerflugplans 2009 zur Buchung frei. Insgesamt werden auf rund 290 Strecken von 16 Abflughäfen rund 900 wöchentliche Verbindungen zu 74 Zielen angeboten. Die zum Jahresbeginn begonnene „Qualitätsoffensive“ werde fortgesetzt.

Tui Travel und die Lufthansa verhandeln seit Monaten über eine Fusion ihrer Fluggesellschaften TUIfly und Germanwings, unter Einschluss der Regionalgesellschaft Eurowings. Der Tuifly-Sprecher wollte sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern. Die Lufthansa und Tui Travel wollen mit der Fusion gemeinsam gegen die Konkurrenz von Air Berlin sowie die Billigflieger Easyjet und Ryanair antreten. Tuifly war Anfang 2007 aus der Zusammenführung von Hapagfly und Hapag-Lloyd Express entstanden.

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