Angeklagtem droht bis zu zehn Jahren Haft
Prozess gegen Ex-Yukos-Chef Chodorkowski vertagt

Der Betrugsprozess gegen den früheren Chef des russischen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, ist am Dienstag erneut vertagt worden. DerProzess soll am Mittwoch Nachmittag fortgesetzt werden.

HB MOSKAU. Die Richter lehnten einen Antrag des ebenfalls angeklagten Platon Lebedew ab, aus Gesundheitsgründen auf Kaution entlassen zu werden. Lebedew ist ein enger Partner Chodorkowskis. Beiden werden unter anderem Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen zehn Jahre Haft.

Die beiden Angeklagten waren im Gerichtssaal und schienen in guter Verfassung zu sein. Das Verfahren gegen Chodorkowski wird weithin als politisch motiviert betrachtet, da dem früheren Yukos-Chef Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt werden. Er hatte zudem vor seiner Verhaftung mehrere oppositionelle liberale Parteien finanziell unterstützt.

Die russischen Behörden verlangen von Yukos die Begleichung von 7 Milliarden Dollar an Steuerschulden. Nach Darstellung des Konzerns würde das dessen Bankrott bedeuten.

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