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Angst vor Stellenabbau: Coca-Cola-Mitarbeiter protestieren gegen Schließungen

Mehrere hundert Beschäftigte des US- Getränkeriesen Coca-Cola sind am Samstag aus ganz Deutschland nach Berlin gereist. Dort protestierten sie gegen drohende Schließungen von Abfüllanlagen.

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HB BERLIN. Anlass war die geplante Einstellung der Produktion in Kaiserslautern und Münster, wie eine Sprecherin des Veranstalters, der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), mitteilte. An der Demonstrationen nahmen laut NGG etwa 1 000 Menschen teil, Coca-Cola sprach von weniger als 500. Der Protestmarsch zog vom Brandenburger Tor zur Deutschlandzentrale des Konzerns, wo eine Kundgebung stattfand.

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Bei dem Getränkehersteller stehen nach Gewerkschaftsangaben auch die Standorte Bendorf, Soest und Osnabrück auf dem Prüfstand. Insgesamt seien rund 580 Arbeitsplätze bedroht. Das Unternehmen widersprach dieser Darstellung. "Es ist kein einziger Arbeitplatz bedroht", sagte ein Sprecher am Samstag in Berlin. Jeder Mitarbeiter, dessen bisherige Stelle wegfalle, erhalte anderswo ein Job-Angebot. So könnten die betroffenen rund 120 Mitarbeiter in Kaiserslautern und 60 in Münster an anderen Cola-Standorten in ihrer Region weiterarbeiten. Ein Großteil der Beschäftigten aus Kaiserslautern solle nach Mannheim gehen.

Die NGG berichtete, der Betriebsrat habe der Geschäftsführung ein Alternativkonzept vorgelegt. "Das sieht im Falle von Überkapazitäten eine Senkung der Produktion an allen Standorten vor. So müsste keiner geschlossen werden", erklärte die NGG-Sprecherin. "Dieses Konzept wurde aber nicht berücksichtigt. Deshalb sind die Leute so sauer." Coca-Cola entgegnete, eine Produktionssenkung an allen Standorten sei "wirtschaftlich nicht sinnvoll", weil jeder Betrieb wegen saisonaler Schwankungen eine Mindestgröße brauche. Die Coca Erfrischungsgetränke-Cola AG hat bundesweit 11 500 Beschäftigte an 70 Standorten. Die Produktion läuft über 27 Abfüllanlagen.

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