Anhebung der Gewinnprognose
Fiat baut Allianzen in Schwellenländern aus

Russland, China, Indien – der italienische Autokonzern Fiat setzt bei seinen Allianzen auf die Wachstumsmärkte östlich von Europa. Am Montag gab der Turiner Traditionskonzern gleich drei neue Abkommen mit seinen bestehenden Partnern – der russischen Severstal und der chinesischen SAIC – bekannt.

MAILAND. Wie aus unternehmensnahen Kreisen verlautet, wird schon in den kommenden Tagen ein weiteres Abkommen mit dem indischen Partner Tata folgen.

Seit der misslungenen Ehe mit dem US-Autokonzern General Motors baut der seit zwei Jahren amtierende Fiat-Chef Sergio Marchionne auf strategische Produktallianzen ohne direkte Kapitalbeteiligung. So arbeitet Fiat in Polen mit Ford zusammen und im Iran mit der PIDF-Gruppe.

Mit dieser Strategie liegen die Italiener voll im Trend, wie eine Studie von Pricewaterhouse Coopers zeigt: Danach werden 84 Prozent des Zuwachses bei der Montage von PKWs und Kleinlastwagen zwischen 2005 und 2010 aus den Schwellenländern stammen, in die die Unternehmen ihre Produktion verlagern. Grund dafür seien nicht nur die günstigeren Kosten, sondern auch die Wachstumserwartungen für Märkte wie China, Indien, Russland und Brasilien. „Viele Schwellenländer stehen erst am Anfang eines Autobooms, so dass es für die Unternehmen sinnvoll ist, vor Ort Fahrzeuge zu montieren“, sagt Karl Gadesmann, Auto-Spezialist bei Pricewaterhouse Deutschland.

Dieser Logik folgt auch Fiat-Chef Marchionne in Russland und China: Gemeinsam mit Severstal Auto wird Fiat in Zukunft in Elabura (Tatarstan) den Transporter Ducato für den russischen Markt und weitere Exportmärkte produzieren. Insgesamt wollen die beiden Unternehmen ab Ende 2007 rund 75 000 Wagen jährlich herstellen. Marchionne bezeichnet den Deal als „wichtige Chance, das hohe Potenzial auf dem russischen Markt zu nutzen“. Der russische Markt für Transporter wird auf 200 000 Stück geschätzt.

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