Anheuser-Busch Inbev
Beck's Brauer verdienen in Südamerika

In den USA und in Westeuropa hat der weltgrößte Bierkonzern Inbev im vergangenen Jahr weniger abgesetzt. Die Nachfrage in Lateinamerika macht das aber wett. Umsatz und Gewinn sind deutlich gestiegen.
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BrüsselDer weltgrößte Brauereikonzern InBev verdient dank Preiserhöhungen prächtig. Das Unternehmen zeigte sich am Donnerstag optimistisch, dass sowohl Amerikaner als auch Brasilianer in diesem Jahr öfter zu Budweiser, Stella Artois und Beck's greifen und damit die Geschäfte weiter ankurbeln - in diesen beiden Ländern verdienen die Belgier das meiste Geld. In Brasilien soll eine Erhöhung des Mindestlohns von 7,5 Prozent die Nachfrage beflügeln, in den USA die Konjunkturerholung sowie ein guter Start der neuen Marke Bud Light Premium.

Ende 2011 steigerte der in Deutschland auch Franziskaner und Hasseröder anbietende Konzern den Gewinn um fast 16 Prozent auf 3,55 Milliarden Dollar und damit deutlicher als erwartet. In Europa baute InBev seinen Marktanteil in allen Ländern mit Ausnahme Großbritanniens aus. An dem Erfolg sollen auch die Aktionäre teilhaben: Das Unternehmen kündigte eine Erhöhung der Dividende um 50 Prozent an. Die Anleger freute das: Die Aktie legte rund drei Prozent zu. Seit der Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe mussten sich die Aktionäre bislang mit geringen Ausschüttungen begnügen, weil der Konzern Schulden abbauen wollte.

InBev ist der letzte Branchenriese, der über das Geschäft am Jahresende Auskunft gibt. Der belgische Rivale Carlsberg bereitete die Anleger kürzlich auf einen stagnierenden Gewinn in diesem Jahr vor, weil der Biermarkt in Nord- und Westeuropa schrumpft. Der britische Weltmarktzweite SABMiller konnte dies zuletzt mit Zuwächsen in Afrika und Lateinamerika wettmachen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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