Anlagenbauer
Gea bestätigt nach Zuwächsen Prognose

Die Erlöse des Anlagenbauers Gea sind im dritten Quartal um rund 24 Prozent auf 1,397 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern konnte das Wachstum unter anderem mit Zukäufen vorantreiben.
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DüsseldorfDie Geschäfte des Anlagenbauers Gea laufen dank einer hohen Nachfrage nach Maschinen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie auf Hochtouren. Nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal bekräftigte Gea-Chef Jürg Oleas am Mittwoch die im August angehobene Jahresprognose. Analysten gehen sogar davon aus, dass der Düsseldorfer Konzern trotz weltweit zunehmender Konjunktursorgen seine Ziele übertreffen könnte. An der Börse legte die Aktie kräftig zu.

Die deutschen Maschinenbauer profitieren weiter von einer kräftigen Nachfrage aus dem Ausland. So konnte die Branche im September den Auftragseingang insgesamt zwar nur noch um ein Prozent steigern, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Dabei legte das Exportgeschäft aber um drei Prozent zu, während die Order aus dem Inland um zwei Prozent zurückgingen. Die Unternehmen, zu denen neben zahlreichen Mittelständlnern auch börsennotierte Konzerne wie Gea, ThyssenKrupp oder Gildemeister gehören, setzten rund drei Viertel ihrer Anlagen im Ausland ab.

Gea-Chef Oleas räumte ein, dass Aussagen zur künftigen Entwicklung der Weltwirtschaft schwieriger geworden seien. Die Anzeichen für ein langsameres Wachstum der weltweiten Konjunktur hätten zuletzt zugenommen, hieß es auch im Geschäftsbericht. In der Realwirtschaft habe dies aber bislang kaum Auswirkungen gehabt. „Bei den deutschen Maschinenbauern ist daher von einer Rezession noch nichts zu spüren“, erklärte der mehr als 20.000 Mitarbeiter zählende Konzern, der unter anderem mit dem schwedischen Anbieter Alfa Laval konkurriert. Die Bestellungen von Gea, die Lebensmittelkonzerne wie Nestle und Kraft Foods zu ihren größten Kunden zählt, kletterten im dritten Quartal um ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Euro. Zu den größten Absatzmärkten gehören neben Deutschland die USA und China.

Mit Optimismus geht Oleas ins Jahresendgeschäft. „Wir erwarten auch für 2011, dass das vierte Quartal wieder das stärkste für die Gea sein wird“, sagte der Manager. Von Juli bis Ende September kletterten die Erlöse um rund 24 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern schoss der Gewinn (Ebit) um gut 40 Prozent auf 130 Millionen Euro nach oben. Das Konzernergebnis sprang sogar auf knapp 86 Millionen Euro von rund 35 Millionen.

Die Zahlen seien sehr überzeugend gewesen und hätten die Erwartungen übertroffen, erklärten die Analysten von Silvia Quandt Research. Die Prognose erscheine wegen des in der Regel guten Schlussquartals als konservativ, hieß es in einem Marktkommentar der DZ Bank. Die Aktie des MDax-Konzerns legte zeitweise vier Prozent auf gut 20 Euro zu.

Oleas hat das Wachstum auch mit Zukäufen vorangetrieben. Er plant nach eigener Aussage weitere Akquisitionen. Wachsen will Gea auch in seinem neuen Segment mit Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Fertigprodukten. Inklusive der Akquisitionen peilt der Konzern in diesem Jahr einen Auftragseingang zwischen 5,4 und 5,6 (Vorjahr: 4,6) Milliarden Euro sowie Erlöse von 5,1 und 5,3 (4,4) Milliarden Euro an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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