Anlagenbauer
Gea stößt Klimatechnik-Geschäft ab

Gea trennt sich wegen begrenzter Synergieeffekte und zugunsten anderer Bereiche von seiner Klimatechnik-Sparte. Ein mutiger Schritt, denn der Bereich sorgt derzeit für etwa ein Viertel des operativen Gewinns.
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DüsseldorfDer Anlagenbauer Gea will sein Klimatechnik-Geschäft abstoßen und sich stärker auf Kunden aus der Lebensmittelindustrie konzentrieren. Der Aufsichtsrat habe beschlossen, dass sich das Unternehmen mittelfristig aus dem Segment Gea Heat Exchangers zurückziehe, teilte Gea am Donnerstag mit. Man prüfe hierzu sämtliche Optionen. Die Sparte beschäftigt 7300 Mitarbeiter und erzielte zuletzt bei einen Umsatz von 1,6 Milliarden einen operativen Gewinn (Ebit) von 135 Millionen Euro. Das Geschäft hatte aber zuletzt geschwächelt, da die Investitionen in Klimatechnik für Gebäude nicht mehr so sprudeln wie vor der Finanzkrise.

Die Sparte sei profitabel und habe eine starke Marktposition, sagte Gea-Chef Jürg Oleas. Zwischen ihr und den übrigen Sparten des Konzerns gebe es aber nur begrenzte Synergiepotenziale. Im Bereich Heat Exchangers vertreibt Gea neben Gebäude-Klimaanlagen auch Systeme für Kühltürme.

Gea wolle sich auf Produkte für die Nahrungsmittelindustrie konzentrieren, die besonders große Wachstumschancen hätten. Gea hat Anlagen für die Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln im Programm, etwa Dekanter, Separatoren oder Eismaschinen. Die Sparte soll mittelfristig 70 bis 75 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen. Gea hatte 2012 bei einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro ein bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 562 Millionen Euro erzielt. Unter dem Strich machte das im MDax gelistete Unternehmen einen Gewinn von 317 Millionen Euro.

Der Konzern, der unter anderem mit dem schwedischen Maschinenbauer Alfa Laval konkurriert, hatte zuletzt vor allem in Nordamerika mehr Anlagen abgesetzt. Wichtigste Einzelmärkte sind die USA, Deutschland und China. Weltweit beschäftigt Gea 24.500 Mitarbeitern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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