Anlagenbauer
Kuka senkt Jahresprognose und schließt Werke

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und jede Hoffnungs auf eine schwarze Null am Jahresende aufgegeben. Trotz der Querelen der vergangenen Wochen hält Kuka an seinem Management fest. Die anhaltende Flaute zwingt das Unternehmen allerdings zu harten Einschnitten.

HB AUGSBURG. Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka ist im zweiten Quartal noch tiefer in den Strudel der weltweiten Autoflaute geraten. Ein anhaltender Auftragsrückgang aus der für die Augsburger entscheidenden Industrie führte zu tiefroten Zahlen. Verschlimmert wurde die Situation noch durch den groß angelegten Einstieg des Familienunternehmens Grenzebach. Die Folge: Kuka kippte am Montagabend zuerst seine Jahresprognose und gab dann die Schließung zweier Werke in Frankreich bekannt. Die Börsianer reagierten aufgeschreckt: Im Parketthandel fiel der ohnehin seit Monaten gebeutelte Kurs am Montag um 4,74 Prozent auf 10,05 Euro.

Dicht gemacht werden die beiden Anlagenbau-Fabriken in Tours und Montigny Le Bretonneux mit zusammen 144 Mitarbeitern. Für sie soll jetzt ein Sozialplan ausgehandelt werden. Nicht zuletzt die geschätzten Kosten dafür trieben den Quartalsverlust von Kuka im zweiten Quartal nach vorläufigen Zahlen auf unterm Strich 34 Mio. Euro. Vor einem Jahr hatte Kuka noch 8,9 Mio. Euro verdient und selbst das bereits schlechte erste Quartal endete nur mit einem Minus von 1,8 Mio. Euro. Jahresprognose gekippt

Kuka räumte ein, das Ergebnis sei schwächer ausgefallen als erwartet und begrub die Hoffnung auf eine schwarze Null am Jahresende. Der Konzern erwartet nun ein "deutlich" negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit).

Nach den ersten beiden Quartalen steckt Kuka bereits mit gut 23 Mio. Euro operativ in den roten Zahlen. Der Verlust unterm Strich fällt sogar noch deutlich höher aus, insbesondere weil durch das Erreichen der Sperrminorität durch den neuen Hauptaktionär Grenzebach steuerliche Verlustvorträge über zehn Mio. Euro wegfallen.

Seite 1:

Kuka senkt Jahresprognose und schließt Werke

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%