Anlagenbauer
Manz baut in Deutschland einen von zehn Jobs

Manz hat vor allem im Solar-Geschäft heftig zu kämpfen. Um Überkapazitäten abzubauen will der Anlagenbauer nun fast jede zehnte Stelle in Deutschland streichen. Auch das Ausland bleibt nicht verschont.
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ReutlingenDer Anlagenbauer Manz setzt wegen der anhaltenden Solarkrise fast jeden zehnten Mitarbeiter in Deutschland vor die Tür. 62 Beschäftigte an den deutschen Standorten Reutlingen, Tübingen und in Karlstein bei Aschaffenburg hätten ihre Kündigung erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Weitere 38 Jobs wurden Medienberichten zufolge in der Slowakei und in Ungarn gestrichen.

Der Geschäft mit Maschinen für die Solarindustrie war bei Manz zuletzt massiv eingebrochen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren im Solar-Bereich die Verluste vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich höher als der Umsatz. Durch den Arbeitsplatzabbau würden nun Überkapazitäten abgebaut, teilte die Manz AG mit.

Das Unternehmen beschäftigt rund 2000 Menschen, fast die Hälfte davon in Asien. Vor allem in China hatte Manz zuletzt das Personal aufgestockt. Sein Geld verdient das Familienunternehmen inzwischen vor allem mit Maschinen für Flachbildschirme. Manz hatte von Januar bis September einen Umsatz von 147,7 Millionen Euro verbucht, 23,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Unterm Strich stand ein Verlust von 7,3 Millionen Euro.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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