Anlagenbauer

Manz glaubt nicht mehr an Jahresgewinn

Der auf die Solar- und LCD-Industrie spezialisierte Anlagenbauer Manz Automation hat die erhoffte Trendwende im dritten Quartal verpasst. Aufgrund des ausgebliebenen Aufschwungs rechnet der Vorstand des Tec-Dax-Unternehmens jetzt nicht mehr mit schwarzen Zahlen für das Gesamtjahr.
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Manz baut unter anderem Anlagen zur Herstellung von Solarzellen. Quelle: dpa

Manz baut unter anderem Anlagen zur Herstellung von Solarzellen.

(Foto: dpa)

HB REUTLINGEN. Manz will zurück in die Gewinnzone, im laufenden Jahr wird dieses Ziel aber wohl nicht mehr erreicht. Die Zahlen zum dritten Quartal fielen gemischt aus. An der Börse verlor die Aktie bis zum frühen Nachmittag knapp sechs Prozent und notierte damit am Ende des TecDax . Börsianer sahen die Zahlen „insgesamt im Rahmen der Erwartungen“. Der gesenkte Ausblick eines weiteren Solarkonzerns sei aber schlecht für die Stimmung.

In den ersten neun Monaten setzte das Unternehmen erst 46,7 Millionen Euro um. Das sind gut 70 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Eine deutliche Verbesserung blieb auch im dritten Quartal aus, in dem die Erlöse mit 18,5 Millionen Euro rund 68 Prozent unter dem Vergleichswert von 2008 blieben. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen von Analysten.

Beim Umsatz stellt Manz für das Gesamtjahr nun 80 bis 85 Millionen Euro in Aussicht. „Das Schlussquartal ist bei Maschinenbauern traditionell das beste“, sagte Finanzchef Martin Hipp. Manz werde mehrere Anlagen ausliefern und so zumindest in den letzten drei Monaten des Jahres wieder einen Gewinn verbuchen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage habe sich „deutlich“ auf das Geschäft von Manz ausgewirkt, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Angesichts des massiven Preisverfalls für Solaranlagen scheuen Hersteller von Solarmodulen und -zellen Investitionen in neue Maschinen, wie sie Manz anbietet.

Die wachsende Nachfrage nach Fernsehern in China habe hingegen die LCD-Sparte belebt und zu einer vollen Auslastung der Kapazitäten in den asiatischen Werken geführt. 2008 hatte Manz bei einem Umsatz von 236,2 Millionen Euro insgesamt einen Überschuss von 21,2 Millionen Euro eingefahren.

Seine Verluste konnte Manz im dritten Quartal dank eines Sparprogramms stärker begrenzen als von Marktbeobachtern erwartet. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 1,71 Millionen Euro. „Wir sind auf die Kostenbremse getreten, das zahlt sich jetzt aus“, erklärte Hipp.

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