Anlagenbauer spürt schwierige Marktlage
Steag Hamatech verdient weniger

Der CD- und DVD-Produktionsmaschinen-Hersteller Steag Hamatech leidet weiter unter einer schwachen Auftragslage. Dies wird sich nach Einschätzung des Unternehmens auch bis Jahresende nicht entscheidend verbessern.

HB STERNENFELS. „Der Gesamtauftragseingang blieb hinter den Erwartungen zurück“, teilte Steag Hamatech am Freitag bei der Veröffentlichung des Berichts für das zweite Quartal 2005 mit. Dies betreffe vor allem den wichtigsten Geschäftsbereich, Produktionsmaschinen für beschreibbare optische Speicherscheiben. Der Auftragseingang sei in den Monaten April bis Juni auf 16,9 Mill. € von 53 Mill. im Vorjahreszeitraum eingebrochen. Das Ergebnis vor Steuern halbierte sich auf 0,3 Mill. €. Nach Steuern fiel ein Verlust von 0,3 Mill. € an, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein leicht positives Ergebnis verbucht worden war. Die im Prime Standard notierten Aktien von Steag Hamatech verloren am Freitag 2,6 % auf 1,86 €.

„Vor dem Hintergrund der massiven Konsolidierung der Optical-Disc-Märkte während der vergangenen zwölf Monate gehen wir nicht von einer durchgreifenden Erholung in 2005 aus“, prognostizierte das Unternehmen. Bereits Mitte Juli hatte Steag Hamatech für das Gesamtjahr einen Verlust vor Steuern von maximal fünf Mill. € in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen vor Steuern noch 1,2 Mill. € verdient, war unter dem Strich aber bereits mit 3,2 Mill. € in die Verlustzone gerutscht. Beim Umsatz wird bis Ende 2005 ein Rückgang um zehn Prozent zum Vorjahr auf rund 130 Mill. € erwartet.

Wie Steag Hamatech hat auch der größere Konkurrent Singulus in den vergangenen Monaten eine schwache Auftragslage und Preisdruck bei optischen Speichermedien verzeichnet. Singulus rechnet trotz einer ersten Belebungen bei den Maschinen-Bestellungen aus Asien für das laufende Jahr ebenfalls mit einen Umsatz- und Ergebniseinbruch.

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