Anlagenbauer
Wärmetauscher bringen Gea etwa eine Milliarde Euro

Der Anlagenbauer Gea Group verkauft sein Wärmetauschgeschäft für rund eine Milliarde Euro. Ein deutscher Finanzinvestor schlägt zu. Mit dem Erlös will Gea groß einkaufen gehen – die Aktie springt nach oben.
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Berlin/OberhausenDer Anlagenbauer Gea trennt sich von seinem milliardenschweren Wärmetauscher-Geschäft und will dem Erlös auf Einkaufstour gehen. „Den Verkaufserlös werden wir vorrangig dazu nutzen, das Kerngeschäft durch gezielte Akquisitionen zu stärken“, kündigte Gea-Chef Jürg Oleas am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Oberhausen an. Zuvor hatte das Management einen Kaufvertrag mit dem deutschen Finanzinvestor Triton unterzeichnet, der das Wärmetauscher-Geschäft mit 1,3 Milliarden Euro bewertet. Nach Abzug von Pensionsverpflichtungen dürften Gea nach eigenen Angaben knapp eine Milliarde Euro in die Kassen gespült werden.

Mit der Veräußerung steigt der Anteil der Nahrungsmittelprozesstechnik am Konzernumsatz auf über 70 Prozent. Einen weiteren Fokus will Oleas auf die Pharma- und Chemieindustrie legen, die künftig ein Viertel des Geschäftes ausmachen sollen. Nach möglichen Übernahmezielen schaue sich Gea in Nordamerika und Westeuropa um, aber auch in China, Lateinamerika und Indien, sagte Oleas.

Bei Anlegern und Aktionären kam der Sparten-Verkauf, der bis Ende des Jahres über die Bühne gehen soll, gut an. Die Aktie notierte mit über sechs Prozent im Plus bei 32,47 Euro und führte damit die Gewinnerliste im Nebenwerteindex MDax an. Nach Aussage von Börsianern fiel der Verkaufspreis höher als erwartet aus. „Tolles Timing. Glückwunsch zu einem so tollen Deal“, lobte auch Kleinaktionärsvertreterin Jella Benner-Heinacher. „Gea ist ein Rohdiamant.“ Früher sei der Konzern ein Gemischtwarenladen gewesen, jetzt werde er zum Systemanbieter.

Triton hat sich Verhandlungskreisen zufolge mit seiner Offerte knapp gegen ein Konsortium des schwedischen Finanzinvestors EQT und des Mannheimer Bau- und Industriedienstleisters Bilfinger durchgesetzt.

Oleas hatte die zweitgrößte Sparte Gea Heat Exchangers mit 7500 Mitarbeitern im vergangenen Jahr auf die Verkaufsliste gesetzt. Das Segment setzte 1,5 Milliarden Euro um und verbuchte einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 155 Millionen Euro.

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Die Dividende soll die höchste der letzten zwei Jahrzehnte werden

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