Anlaufkosten
Neue Werke schmälern Gewinn von SKW Stahl

Der Stahlzulieferer SKW Stahl-Metallurgie hat im Ausland neue Werke hochgezogen - doch diese müssen erst noch richtig anlaufen und verursachen so Kosten. Der Überschuss des Unternehmens sank daher rund um die Hälfte.
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MünchenDie Anlaufkosten neuer Auslandswerke belasten den Gewinn des Stahlzulieferers SKW Stahl-Metallurgie. Im ersten Halbjahr halbierte sich der Überschuss fast auf 6,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Absatzkrise der Stahlindustrie in weiten Teilen der Welt konnte der Firma aus dem bayerischen Chemiedreieck allerdings noch nichts anhaben. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten binnen Jahresfrist leicht auf 219,9 Millionen Euro.

SKW-Chefin Ines Kolmsee bekommt angesichts der heiklen Konjunkturlage zunehmend kalte Füße. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Stahlbranche sei verstärkt durch Unsicherheiten geprägt, teilte SKW mit. An der im Mai gesenkten Prognose hielt die auf Stahl-Zusätze spezialisierte Firma allerdings fest, da sich im zweiten Halbjahr die Ertragslage bessern werde. Demnach werde sich das operative Ergebnis (Ebitda) etwa auf dem Niveau der Vorjahre bewegen, die 31,7 Millionen Euro von 2011 aber nicht erreichen. Die vollen Ergebnisbeiträge aus den erweiterten oder neuen Werken von den USA bis Bhutan sollen sich ab 2013 voll in der Bilanz von SKW niederschlagen. Das Unternehmen bekräftigte, es werde mit den kommenden Überschüssen Schulden tilgen und die Aktionäre verwöhnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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