Anleihe
Schaeffler sammelt 1,25 Milliarden Euro ein

Der Autozulieferer Schaeffler stellt die Finanzen neu auf. Mit einer Milliardenanleihe hat das Unternehmen ungünstige Kredite abgelöst. Die Nachfrage nach der Anleihe bei Investoren war hoch.
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FrankfurtDer Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat durch die Ausgabe von Anleihen 1,25 Milliarden Euro eingesammelt. Mit den neuen Anleihen werde ein Teil der bestehenden teuren Bankkredite vorzeitig getilgt und die verbleibende Darlehen günstiger refinanziert, teilte Schaeffler am Dienstag mit. Gleichzeitig sei die Laufzeit der Kredite verlängert worden.

Schaeffler platzierte jeweils eine Euro- und eine Dollar-Tranche. Die Euro-Tranche über insgesamt 600 Millionen Euro hat nach Angaben des Continental -Großaktionärs eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 4,25 Prozent verzinst. Die Dollar-Tranche über insgesamt 850 Millionen Dollar habe eine Laufzeit von acht Jahren und werde mit 4,75 Prozent verzinst. Angesichts der hohen Nachfrage sei das Gesamtvolumen um 250 Millionen Euro von ursprünglich einer Milliarde Euro aufgestockt worden.

"Die Nachfrage der Investoren nach den Anleihen war außerordentlich hoch. Wir konnten uns zu deutlich niedrigeren Konditionen als im letzten Jahr refinanzieren", sagte Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld.

Auf der Schaeffler AG lastete zuletzt ein Schuldenberg von 6,8 Milliarden Euro. Einschließlich der auf die Familienholding entfallenden Schulden stand Schaeffler bei den Banken mit 10,3 Milliarden Euro in der Kreide.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleihe: Schaeffler sammelt 1,25 Milliarden Euro ein"

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  • Klar muss man in solchen Situationen kühlen Kopf bewahren und da kann Unterstützung von Oben schon sehr hilfreich sein.

    Ich gratuliere aber auch dem Vorstand der AG, der sich nicht unterkriegen hat lassen, hart an einer Lösung gearbeitet und damit auch Zusammenhalt bewiesen hat. Bravo!

  • Also ob es der Glaube war der die Firma damals gerettet hat oder nicht wage ich zu bezweifeln. Ich bin der Meinung es war eher das Management und die Finanzvorstände die mit einer ausgeklügelten Strategie das Unternehmen vom Ruin bewaht haben.

  • Wie man von Frau Schäffeler weiß, ist sie eine sehr Gottesfürchtige Frau.

    In der Zeit der höchsten Drangsal, als nach dem Crash ihr Lebenswerk zusammenzustürzen drohte, hat sie ihren Glauben bewahrt - auch wenn er aufs Alleräußerste geprüft wurde, denn der Zusammenbruch lag fast täglich auf des Messers Scheide.

    Schön zu sehen, dass es klappt und gut wird...

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