Annäherung
Schmiergeldaffäre: Siemens sucht eine schnelle Einigung

Der Siemens-Konzern will sich in der Schmiergeldaffäre mit drei Ex-Vorständen vergleichen. Klaus Wucherer, Rudi Lamprecht und Edward G. Krubasik wollen jeweils 500 000 Euro an Siemens zahlen, der seine Schadenersatzansprüche dafür fallen lassen will. Siemens strebt nun auch eine baldige Einigung mit zwei Ex-Chefs an.

MÜNCHEN. Gleichzeitig stellt die Staatsanwaltschaft München ihr Verfahren wegen der „Verletzung der Aufsichtspflicht“ gegen die Ex-Manager ein. Es bestehe kein öffentliches Interesse mehr, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag.

Der Konzern und seine früheren Vorstandsmitglieder wollen mit dem Vergleich langwierigen Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg gehen, teilte Siemens mit. Die 500 000 Euro zahlen die Manager daher aus eigener Tasche, da die Haftungsfrage erst in einem Prozess hätte geklärt werden können. Zusätzlich hat Siemens Anspruch auf Leistungen der Management-Haftungsversicherung der Ex-Vorstände. Ob diese zahlt, ist aber noch unklar.

Der Vergleich mit den ehemaligen Siemens-Managern muss noch vom Aufsichtsrat und der Hauptversammlung genehmigt werden. Siemens hatte den Beteiligten in der Schmiergeldaffäre mit Schadenersatzklagen gedroht. Diese Drohung steht nun für ein halbes Dutzend weiterer ehemaliger Topmanager im Raum. „Siemens ist jetzt mit den übrigen betroffenen ehemaligen Vorständen im Gespräch und erwartet, das zeitnah Einigungen erzielt werden“, teilte der Konzern weiter mit.

„Zeitnah“ heißt Konzernkreisen zu Folge bis Anfang Dezember, dann findet die letzte Aufsichtsratssitzung vor der Hauptversammlung im Januar statt. Beide Gremien müssen einer Einigung zustimmen, ansonsten droht 2010 ein Prozess.

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