Industrie

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AnsaldoEnergia: Italienische Regierung funkt Siemens bei Kaufplänen dazwischen

Das zweitgrößte Industrieunternehmen Italiens will seine Energiesparte AnsaldoEnergia verkaufen. Siemens galt unter den Bietern bisher als Favorit. Doch jetzt schaltet sich die italienische Regierung ein.

Der Hauptsitz von Finmeccanica. Quelle: Reuters
Der Hauptsitz von Finmeccanica. Quelle: Reuters

MailandDie italienische Regierung plädiert für eine Übernahme der Finmeccanica-Energiesparte durch ein nationales Unternehmen. Nachdem Insidern zufolge Siemens Favorit im Rennen um AnsaldoEnergia ist, signalisierte Industrieminister Corrado Passera am Dienstag, er bevorzuge einen Kauf durch Italiener.

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Allerdings sei ein Gebot aus dem Ausland ebenfalls willkommen, sollte es Arbeitsplätze und Wachstum sichern, sagte der Minister. Der staatlich kontrolliert Fondo Strategico Italiano (FSI) hat Kreisen zufolge ebenfalls Interesse bekundet.

Siemens

Von Bankern hatte Reuters erfahren, dass Siemens rund 1,3 Milliarden Euro für das Unternehmen auf den Tisch legen will, das neben dem italienischen Rüstungskonzern auch dem US-Fonds First Reserve gehört. Finmeccanica ringt mit den Folgen der Schuldenkrise und einem Korruptionsskandal. Um die Wende im laufenden Jahr zu schaffen, will Italiens zweitgrößtes Industrieunternehmen Konzernteile für gut eine Milliarde Euro verkaufen.

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1,3 Milliarden will Siemens laut Banker-Kreisen für Ansaldo Energia zahlen.

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Allerdings ist der Verkauf von wichtigen Unternehmen an ausländische Konzerne in Italien hoch umstritten. Für Aufregung sorgte zuletzt etwa die Übernahme des Lebensmittelkonzerns Parmalat durch den französischen Käsehersteller Lactalis.

  • 03.10.2012, 12:30 UhrBerndP.

    Ich


    Quatsch!

    Deutschland ist eine Exportnation.

    Deutsche Waren werden gekauft, weil sie besser als andere sind - sie sind sogar oftmals teurer als Konkurrenzprodukte.

    Niemand wird gezwungen, deutsche Waren zu kaufen.


    Richtig ist nur eins: die EU will mit allen Mitteln Deutschlands Stärke verhindern. Sie wollen Deutschland in Fesseln legen, was sie ja derzeit auch fast schon geschafft haben - einen europäischen Einheitsgedanken scheinheilig vorneweg geschoben und das dumme deutsche Volk glaubt‘s auch noch und schreit freudig Hurra, wo immer es in ganz Europa mit deutschem Geld aushelfen kann.

    Weil, wir sind ja gute Europäer!

    Ich will Ihnen was sagen: Deutschland geht den Anderen sprichtwörtlich am Allerwertesten vorbei. Je mehr Deutschland gebrochen wird, desto besser. Nur scheinen diese Knechte Deutschlands damit nicht zu erkennen, dass sie damit letztlich sich selbst ihrer eigenen Zukunft berauben.


    Deutschland hat schmerzliche Einschnitte für Europa hinnehmen müssen.

    Es hat Auflagen der Europäischen Union erfüllt, um die sich andere Länder gerne gedrückt haben und immer noch drücken - z.B. Frankreich oder Italien mit der Öffnung ihres Eisenbahnmarktes. Nur als ein Beispiel.

    Deutschland hat zudem die Lasten der Einheit getragen. Ein ganzes Land saniert - das war und ist einmalig in der Geschichte und Deutschland hat es gemeistert.

    Der Dollar ist die Leitwährung, aber die D-Mark war die härteste Währung der Welt.

    Unsere Währung haben sie uns genommen weil sie dachten, damit kriegen wir sie klein. Aber selbst das hat nicht funktioniert, ein Land seiner kostbaren Währung zu berauben.

    Deutschland macht den anderen Angst. Aber nicht aufgrund seiner Kanonen, sondern seiner wirtschaftlichen Stärke. Das können und wollen unsere Freunde da draußen nicht begreifen und nicht hinnehmen, weil sie damit tagtäglich einen Spiegel vorgehalten bekommen, in dem sie sehen, wie schlecht sie sind und wie gut der Andere doch eigentlich ist.

  • 03.10.2012, 11:40 UhrOvita

    @ Lariat

    Ich schließe mich den Aussagen von Leichnam an und gebe Ihnen dazu noch folgendes mit auf den Weg (hoffentlich nach Hause):

    Wenn der Deutsche sich nicht so gibt, wie man es in Bella Italia gerne hätte, dann dürfen Signores und Signorinas gerne mal wieder das N - Wort für den Germanikus in den Mund nehmen und italienische Gazetten deutsche Politiker in ebendiesen N- Uniformen per Fotomontage präsentieren. (Verfehlt ja bei unseren Polit Deppen dann auch nie seine Wirkung!)

    [...].



    Arrivederci


    PS: Ihr wolltet Europa haben, jetzt tragt auch mit die Konsequenzen und setzt nicht einfach einen Riegel vor Dinge, die euch nicht in den Kram passen, wie z.B. bei Ansaldo. Wahrscheinlich deshalb ihre Beissreflexion.
    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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    http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 03.10.2012, 11:36 UhrMachiavelli

    @ netshadow
    Richtig, Italien kommt als Nettozahler in die EU-Kasse nach Deutschland und vor Frankreich. Auch bemerkenswert!
    Nirgendwo habe ich finden können warum.
    Genauso merkwürdig ist dass Italien Geld an Griechenland zu 3% leiht, muss aber selbst 5% Zinsen bezahlen!
    Vielleicht weil die Italiener überzeugte Europäer sind?!
    Ich denke leider eher dass die Franzosen kleverer waren.

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