Anschläge in Bombay
Deutsche Firmen setzen Reisen nach Indien aus

Die deutsche Wirtschaft ist durch die Terroranschläge in Bombay spürbar verunsichert. "Das hat eine völlig neue Qualität", sagt Dirk Matter, Geschäftsführer der Deutsch-Indischen Handelskammer in Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. "Bislang galt Indien für ausländische Unternehmen als extrem sicher, viel sicherer beispielsweise als Lateinamerika." Es habe zwar schon früher Anschläge gegeben, die hätten sich aber nie gegen Ausländer gerichtet.

Viele Firmen wie Daimler, Siemens oder der Pharmahersteller Merck setzen zwar zunächst Reisen ihrer Mitarbeiter nach Indien aus, halten aber an ihren Wachstumsplänen fest. Indien ist nicht nur ein wichtiger Handelspartner etwa für deutsche Maschinenbauer und Chemiebetriebe, sondern auch ein bedeutender Investitionsstandort. Vor allem die Autoindustrie setzt auf die Fertigung vor Ort.

Volkswagen baut für 400 Mio. Euro eine Fabrik bei Pune und will dort ab 2009 bis zu 110 000 Autos pro Jahr produzieren. Bosch ist schon seit mehr als 80 Jahren in Indien vertreten und setzte 2007 mit über 20 000 Beschäftigten 813 Mio. Euro um. Siemens arbeitet seit mehr als 50 Jahren in Indien, beschäftigt dort 17 000 Mitarbeiter und erzielte zuletzt 1,9 Mrd. Euro Umsatz.

Begehrt ist das hohe Know-how der Inder in der Softwareentwicklung. Bei Bosch arbeitet rund jeder dritte Mitarbeiter in diesem Bereich in Indien. Der Branchenriese SAP ist selbstverständlich im High-Tech-Zentrum Bangalore vertreten. Und sogar der Handelskonzern Metro betreibt dort zwei Großmärkte.

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