Anstieg bei Auftragseingängen
Böwe Systec auch im zweiten Quartal mit Verlust

Sinkende Nachfrage und erhöhte Kosten für Marketing und Abschreibungen haben dem bayerischen Hersteller von Kuvertiermaschinen, Böwe Systec, auch im zweiten Quartal 2004 Verluste beschert.

HB MÜNCHEN. Zwar rechnet die im SDax gelistete Gesellschaft dank eines Anstiegs beim Auftragseingang für das zweite Jahr mit einer Belebung, relativierte aber dennoch leicht die Ziele für das Gesamtjahr.

„Die Prognose für das Gesamtjahr 2004 beziffert der Vorstand auf 340 bis 360 Millionen Euro beim Konzernumsatz und 18 bis 20 Millionen Euro beim Konzernjahresüberschuss“, teilte Böwe Systec am Mittwoch in Augsburg mit. Bislang hatte das Unternehmen Erlöse von 350 Millionen Euro und einen Gewinn von 20 Millionen Euro angekündigt.

Unter dem Strich verbuchte Böwe Systec von April bis Juni einen Verlust von 1,7 (Vorjahr plus 2,5) Millionen Euro. Vor Steuern und Zinsen fiel mit 0,3 (5,4) Millionen Euro aber zumindest ein leichtes Plus an. Der Umsatz sank um 13 Prozent auf 71,2 Millionen Euro. Der Erlösrückgang habe ebenso auf das Ergebnis durchgeschlagen wie Marketingaufwendungen für eine Hausmesse und das Branchentreffen „drupa“.

Zusätzlich hätten höhere Abschreibungen und Eingliederungsmaßnahmen im Bereich Kartenpersonalisierung belastet. Im Auftaktquartal 2004 hatte der Nettoverlust bei 2,4 Millionen Euro gelegen. Bei den Auftragseingängen konnte Böwe Systec im Quartal einen Anstieg um 18 Prozent auf 81,2 Millionen Euro verbuchen.

„Der Böwe Systec Konzern startet mit einer deutlich verbesserten Auftragslage ins zweite Halbjahr“, hieß es. Am Dienstag hatte Böwe Systec erklärt, für rund fünf Millionen Euro den Restanteil von 60 Prozent an der US-Gesellschaft Roll Systems zu übernehmen.

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