Anteil an Pharmatochter soll ausgebaut werden.
Mitsubishi Chemical mit Gewinnsprung

Der führende japanische Chemiekonzern Mitsubishi Chemical hat im ersten Halbjahr der Geschäftsjahres 2003/2004 (zum 31. März) seinen Gewinn um 124,4 Prozent gesteigert.

HB TOKIO.

Zudem kündigte er Konzern an, seinen Anteil an der Pharmatochter Mitsubishi Pharma im Wege einer Übernahme-Offerte auf 60 Prozent ausweiten zu wollen. Wie der 1994 aus der Fusion von zwei Mitsubishi-Firmen entstandene Konzern am Mittwoch mitteilte, stieg der Reingewinn für den Zeitraum bis Ende September auf 19,97 (8,90) Milliarden Yen (etwa 159 Millionen Euro) und lag damit leicht über den eigenen Prognosen von 18 Milliarden Yen. Der Umsatz legte um 3,7 Prozent auf 941 Milliarden Yen zu. Für das Gesamtjahr sagte Mitsubishi Chemical einen Reingewinn von 30 Milliarden Yen und einen Umsatz von 1,9 Billionen Yen voraus. Eine Dividende wurde nicht in Aussicht gestellt.

Die Transaktion mit Mitsubishi Pharma könnte einen Wert von bis zu 57,5 Milliarden Yen repräsentieren, teilte der Konzern weiter mit. Mitsubishi Chemical werde höchstens 68,4 Millionen Aktien der Pharma-Tochter zu einem Preis von 840 Yen pro Stück kaufen und so den Anteil von derzeit 45,08 Prozent auf 60 Prozent erhöhen. Die dafür erforderlichen Mittel werde das Unternehmen bei Banken aufnehmen. Nikko Citigroup werde als Berater für die Offerte zwischen dem 13. November und dem 16. Dezember fungieren.

„Dieses Geschäft belegt unsere Bereitschaft, das Pharmageschäft als Teil der Kernbereiche des Mitsubishi- Chemical-Konzerns zu forcieren“, sagte der geschäftsführende Direktor Hideaki Yoshida. Ziel sei es zudem, Mitsubishi Pharma für eine Allianz mit einem anderen Unternehmen aus der Branche vorzubereiten.

Mitsubishi Pharma hat die Offerte nach einer eigenen Mitteilung akzeptiert. Das Angebot stelle einen Aufpreis von 30 Prozent gegenüber dem Schlusskurs an der Börse in Tokio vom Mittwoch von 643 Yen dar. Mitsubishi Chemical hat den Umsatz besonders im petrochemischen Bereich steigern können und profitierte von einer höheren Nachfrage nach DVDs und Kohle für Hochöfen. Dagegen trübte ein schlechtes Abscheiden der Pharma-Tochter, zu deren wichtigsten Produkten das Schlaganfall-Mittel Radicut zählt, das Ergebnis in der Gesundheitssparte. Die Aktien von Mitsubishi Chemical schlossen um 0,7 Prozent tiefer bei 272 Yen in einem uneinheitlichen Umfeld.

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